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The Wind That Shakes The Barley
Loreena McKennitt
The Wind That Shakes The Barley, Quinlan Road, 2010
Loreena McKennittVocals, Harp, Accordian, Keyboards
Brian HughesDrone, Electric Guitar, Acoustic Guitar, Celtic Bouzouki
Hugh MarshViolin
Caroline LavelleCello
Ben GrossmanBodhran, Frame Drum, Taber, Triangle, Bells, Shaker, Hurdy Gurdy Drone
Guests:
Ian HarperUilleann Pipes, Whistle
Tony McManusAcoustic Guitar
Jeff BirdMandola, Mandolin, Acoustic Bass
Pat SimmondsAcoustic Guitar, Button Accordion
Andrew CollinsMandolin, Mandocello
Brian TahenyMandolin
Chris GartnerBass
Andrew DowningAcoustic Bass
Jason FowlerAcoustic Guitar
Produziert von: Brian Hughes Länge: 44 Min 51 Sek Medium: CD
1. As I Roved Out6. The Wind that Shakes the Barley
2. On a Bright May Morning7. The Death of Queen Jane
3. Brian Boru’s March8. The Emigration Tunes
4. Down By the Sally Gardens9. The Parting Glass
5. The Star of the County Down

In den letzten Jahren ging Loreena McKennitt mit neuem Studiomaterial recht geizig um und tat sich eher durch eine Flut von diversen Zusammenstellungen hervor, umso erfreulicher ist es, dass uns die frankokanadische Weltmusikerin mit "The Wind That Shakes The Barley" nicht nur ein gänzlich neues Album beschert, sondern auch noch zu ihren keltischen Wurzeln und damit zu ihrer Vergangenheit zurückkehrt, zu der traditionellen irischen und schottischen Musik, mit der die Künstlerin auf ihrem 1985 Debut Album "Elemental‘ den Grundstein zu ihrer beachtlichen Karriere legte.

Seit damals hat Loreena McKennitt über zwei Jahrzehnten die vielfältige Geschichte der Kelten erkundet, die sie vom Mittleren Osten über das Mittelmeer bis hin zu den entlegensten Orten der Welt geführt hat und deren musikalische Aspekte in ihrer Vielschichtigkeit Einzug in ihre Alben gefunden haben. Dabei wurden die orientalisch-mediterranen Aspekte jedoch von Mal zu Mal dominanter und eine Rückbesinnung schien die logische Konsequenz, die bereits mit dem, zwar nur zur Hälfte neuen, 2008er Weihnachtsalbum "A Midwinter Night's Dream" eingeleutet wurde und auch durch die Compilation aus ihren früheren keltisch-irisch angehauchtem Songs "A Mummers Dance Through Ireland" erahnt werden konnte, auch wenn Loreena McKennitt derartigen Strategien widerspricht.

"Dies war mehr oder weniger ein sehr spontanes Projekt" erklärt sie, "und es war etwas, was ich gern in der Nähe meines Zuhauses aufnehmen wollte. Freunde und Fans haben immer wieder nach diesem traditionellen Material gefragt und haben mich letztendlich dazu inspiriert. Und natürlich war es auch für mich ein Schritt in die Vergangenheit mit der tief verwurzelten Leidenschaft für die keltische Musik. Die einfacheren und traditionellen Arrangements und die ins Ohr gehenden Melodien brachten mich zurück zu der Geschichte der Kelten, die sich in meinen ausgedehnten musikalischen Reisen widerspiegelt".

"The Wind That Shakes The Barley" wird insofern wieder bestimmt von einer Reihe traditionelle Volksweisen wie z. B. den Gassenhauern The Star Of The Country Down, The Parting Glass oder Down By The Sally Gardens, die von Loreena McKennitt und ihren Langzeit-Musikern wie Violinist Hugh Marsh, die Cellistin Caroline Lavelle, Gitarrist Brian Hughes oder der Hurdy-Gurdy Spieler Ben Grossman in ihrer typischen Art und Weise interpretiert werden. Besonders prägnant ist dabei natürlich wie immer die glockenhelle Stimme der mehrfach Grammy nominierte Sängerin sowie ihr unverwechselbares Harfenspiel. Manche Bearbeitungen wie z. B. bei The Parting Glass werden dabei in einer ureigenen, mystisch-melancholischen Version vorgetragen und erfahren dadurch eine völlige Neuorientierung gegenüber dem Original, wobei eine ursprüngliche Werksfassung heute natürlich längst vergessen ist und man insofern von einer "Originalversion" eigentlich nicht mehr sprechen kann.
Darüber hinaus finden sich auf dem Album auch weniger bekannte Traditionals wie The Death Of Queen Jane, As I Roved Out oder dem Titeltrack, einer irischen Rebellenballade des Dichters Robert Dwyer Joyce (1836–1883), sowie zwei Instrumentalstücke, darunter die Loreena McKennitt Eigenkomposition The Emigration Tunes.
Der Mix von Jeff Wolpert, mit dem Loreena bereits bei einigen ihrer Live CDs zusammengearbeitet hat, klingt dabei vielleicht etwas zu rund und mehr nach Soundtrack als nach "eklektisch-keltischer" Tradition, aber das soll kein Vorwurf sein, sondern nur eine Wahrnehmung.

"Ab und zu zieht es einen zu den eigenen Anfängen zurück" erzählt Loreena McKennitt. "Mit der Perspektive der Zeit und der Erfahrung der Jahre fühlt man all die bekannten Dinge, die man geliebt hat und noch immer liebt. Und ich muss sagen, es fühlt sich wundervoll an, zu meinen musikalischen Wurzeln zurückzukehren"!
Dem ist von unserer Seite nichts mehr hinzu zufügen.

Ralf Frank, (Artikelliste), 10.10.2010