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Locks & Keys
Locks & Keys, Eigenvertrieb/Just For Kicks, 2008
Jasmine CainVocals, Bass, Background Vocals
Jeff CaughronGuitars
David Michael ThomasKeyboards
Brian HobaughDrums
Kenny GreenbergGuitars
Paige LoganBackground Vocals
Tom BukovacGuitars, Bass, Piano
Stevan SheehanAcoustic Guitar
Wayne KilliusDrums
Jonathan YudkinStrings
Produziert von: Mills Logan & Jasmine Cain Länge: 42 Min 47 Sek Medium: CD
01. Frostbite06. You're Still Gone
02. Fade07. Untouchable
03. Whiskey Kiss08. Give Me Love
04. Enigma09. Show Me
05. Time Is Borrowed10. Close My Eyes

Nach ihrem preisgekrönten 2004er Debut "The Inside", welches in 2006 zum Rock Album des Jahres und die Single Auskoppelung Help Me zum besten Rock Song gewählt wurde, legt die "Beauty and the Beast (within)" Jasmine Cain mit "Locks & Keys" nun vehement nach.

Beim ersten Hördurchgang war ich noch hin und her gerissen, denn der abrupte Stilwechsel zwischen Old School Heavy Rock, brachialem Modern Metal und zuckersüßen Balladen mit leichtem Country Touch schienen mir nicht recht zusammenzupassen, aber mittlerweile bin ich fast süchtig geworden, und dies nicht zuletzt wegen den fesselnden Hooklines und der tollen Stimme. Bei den Balladen ist man dabei schnell in Versuchung, einen Vergleich zu HEART zu ziehen (und damit ist man auch schon nicht mehr weit von LED ZEPPELIN), aber in den Zwischentönen kommen einem auch Pat Benatar oder Alanis Morissette in den Sinn, die härteren Töne erinnern mich z. B. an BADLANDS, SPREAD EAGLE oder BROTHER CANE.

Jasmin Caine wurde 1978 in South Dakota geboren und von ihrem Vater mit 4 Jahren bereits an der Gitarre unterrichtet. In ihren Träumen wollte sie schon damals immer auf einer Bühne vor Publikum auftreten und daran hat sie kontinuierlich gearbeitet. Mit 6 Jahren durfte sie in der Band ihres Bruders erste Kluberfahrungen sammeln, mit 8 Jahren begann sie Keyboards zu spielen, danach widmete sie sich wieder der Gitarre und dem Gesang. Als ihr Bruder 1994 die Band verließ, übernahm sie quasi übernacht den Basspart, dem sie fortan treu geblieben ist.

In der Zwischenzeit verschlug es Jasmine nach Nashville, Tennessee, wo sie auch heute noch ansässig ist. Den Hang zu Country war ihr aber mehr oder weniger in die Wiege gelegt, aber zum Glück hat ihre Liebe zu kraftvollem Rock 'n' Roll die Oberhand gewonnen. "Aufgewachsen bin ich mit Country Music, dann in Bluegrass hineingestolpert, hatte eine Liebesaffäre mit Blues und R&B, und dann entdeckte ich die Power of Rock ...Ich war zuerst traurig, nicht alles zugleich machen zu können. Ich wollte es, aber da war eine Sache, die Rock Musik allen anderen voraushatte, die Energie. Ich bin süchtig nach der Energie auf der Bühne. Manche entscheiden sich für Alkohol, manche für Drogen, manche für Sex, ich habe mich für Rock Musik entschieden" erzählt Jasmine und dem kann man nur beipflichten.

Seit "The Inside" hat Jasmine Cain eine Menge erlebt, Gutes wie Schlechtes und das hat ihre Persönlichkeit weiter entwickelt. Es gab Zeiten, als sie sich nach eigenen Worten "quasi gefangen fühlte und den entsprechenden Schlüssel nicht finden konnte, der sie befreien würde". Als sie begann, an ihrem neuen Album zu arbeiten, erkannte sie, dass ihre Songs die Schlüssel zu den Schlössern waren und diese Schlüssel möchte sie nun auch ihren Fans zur Verfügung stellen, in der Hoffnung, dass sie auch in deren Schlösser passen, denn nach ihrem Verständnis besteht das Leben aus einer Folge von Schlössern und Schlüsseln.
Soweit das Motto und der Titel des Albums. Wem dies aber zu verbrämt und verklärt erscheint, muss sich damit ja nicht weiter befassen, denn die Musik spricht für sich und die rockt, dass es eine Freude ist. Im letzten Drittel des Albums häufen sich zwar die Balladen, aber mit Random Play kann man dem Abhilfe schaffen und bekommt eine ausgewogene Mischung.

Um sich einen prima Eindruck über den Sound von Jasmine Cain zu verschaffen, gibt es über die aufgelisteten Internetseiten eine Fülle von Audiofiles zum Antesten.
In diesem Sinne.

Ralf Frank, (Artikelliste), 06.05.2008