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Iggy And The Stooges
Raw Power (Legacy Edition), Sony Music, 2010 (1973)
Iggy PopVocals
James WilliamsonGuitars
Ron AshetonBass, Vocals
Scott AshetonDrums
Scott ThurstonPiano
Produziert von: Iggy Pop, Bruce Dickinson, Robert Matheu Länge: 102 Min 43 Sek Medium: DCD
CD 1 (34:00)
01. Search And Destroy05. Raw Power
02. Gimme Danger06. I Need Somebody
03. Your Pretty Face Is Going To Hell07. Shake Appeal
04. Penetration08. Death Trip
CD 2 (68:43)
01. Introduction07. Heavy Liquid
02. Raw Power08. Cock In My Pocket
03. Head On09. Open Up And Bleed
04. Gimme Danger10. Doojiman (Bonus)
05. Search And Destroy11. Head On (Bonus)
06. I Need Somebody

Logo Iggy And The Stooges

James Jewel Osterburg, geb. 21.04.1947 in Ypsilanti, Michigan, USA, besser bekannt als Iggy Pop, aka Iggy Stooge, gilt ja gemeinhin als Godfather of Punk, speziell sein Output "Raw Power", 1973 als IGGY AND THE STOOGES veröffentlicht, wird als Initialzündung des Genres gefeiert. Iggys Einflüsse auf die Punk Bewegung mögen unbestritten sein, das Album selbst ist aber weit davon entfernt, als Punk Rock Album gehandelt zu werden. Auch wenn es zum Teil recht ruppig, rau und rotzig zugeht, können die STOOGES nicht verhehlen, dass sie nicht gar vor langer Zeit noch THE PSYCHEDELIC STOOGES hießen und insofern mehr mit Landsleuten wie ALICE COOPER, Frank Zappa oder THE NEW YORK DOLLS aus der Zeit sowie THE DOORS oder den ROLLING STONES gemein hatten, als mit den späteren Punkern. Insofern wäre es durchaus zulässig, auch z. B. Sleaze Rock/Metal auf die STOOGES zurückzuführen, aber das wäre dann doch zu viel des Guten, oder?

Nach dem unrühmlichen Ende der STOOGES im Februar 1974, ein Gig in Detroit eskalierte in eine wüste Schlägerei zwischen der Band und einem örtlichen Rockerklub, wandelte Iggy Pop lange Zeit auf Solopfaden bis 2003 eine STOOGES Reunion eingeläutet wurde, die mittlerweile neben einer Europa Tour zu der Aufnahme in die ROCK AND ROLL HALL OF FAME im März dieses Jahres geführt hat.

Zur Feier des Tages gibt es dazu von Sony Music die Legacy Edition in verschiedenen Ausgaben. Einmal als Doppel-CD im eleganten Six Panel Digipak sowie als 4-Disc Deluxe Edition Box-Set. Beide Versionen enthalten das, gegen Ende 1972 in den Londoner CBS Studios aufgenommene und von STOOGES Fan David Bowie, der Iggy auch über die folgenden Jahre als Mentor begleiten sollte, abgemischte Original Album, von Grammy Gewinner Mark Wilder liebevoll restauriert. Bowies Mix war von Anfang an umstritten und selbst Iggy gibt mittlerweile zu: "Die Aufnahmepegel sind ständig im roten Bereich, es ist ein ziemlich brutaler Mix."

Auf CD 2 befindet sich ein bis dato verschollen geglaubter Live Mitschnitt aus dem Rock Club „Richards“ in Atlanta vom Okt. 1973 "Georgia Peaches", sowie zwei Studio Bonus Tracks von den Album-Sessions und -Proben, alles bisher offiziell unveröffentlichtes Material, Bootlegs selbstverständlich nicht berücksichtigt. Die Soundqualität ist allerdings gewöhnungsbedürftig.

Ein 24-seitiges Booklet mit neuen Essays von U.S./ UK Journalisten, Notes von Iggy und seinem Gitarrist James Williamson und Drummer Scott Asheton runden das Legacy- Package ab. In der Deluxe Edition gibt es statt dessen ein 48-seitiges Softcover Büchlein mit zusätzlichen Essays von Henry Rollins u.v.a.; Fotos von u. a. Mick Rock, Robert Matheu; Notitzen von z. B. Lou Reed, Joan Jett, Slash, Jim Jarmusch, weitere Bonus Tracks, eine dritte CD mit Rarities, Outtakes, & alternativen Versionen aus der Raw Power Ära, einer "The Making of Raw Power" DVD Dokumentation, fünf ca. 13 x 18 cm Kunstdrucke zum Einrahmen sowie eine Reproduktion der Japanischen 7" Vinyl Single "Raw Power" S/W 'Search And Destroy.

"Ich habe "Raw Power" immer gemocht. Sogar sehr. Ich weiß, dass zu der Zeit als das Album entstanden ist, es nicht viele Leute mochten, aber was soll ich machen? Es jetzt auf Sony Legacy wiederveröffentlicht zu sehen, befriedigt mich ungemein. Die STOOGES und ich sind gespannt wie ein Flitzebogen es jetzt wieder live auf die Bühne zu bringen" freut sich Iggy Pop und dem kann man sich nur anschließen.
In diesem Sinne.

Ralf Frank, (Artikelliste), 09.06.2010