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A Lullaby For The Devil
A Lullaby For The Devil, InsideOut, 2007
Devon Graves Vocals, Guitar, Flute, Bass & Keyboards
Adel Mustafa Drums
Produziert von: Deadsoul Tribe Länge: 53 Min 51 Sek Medium: CD
1. Psychosphere6. The Gossamer Strand
2. Goodbye City Life7. Any Sign At All
3. Here Come The Pigs8. Fear
4. Lost In You9. Further Down
5. A Stairway To Nowhere10. A Lullaby For The Devil

DEADSOUL TRIBE ist das Kind von Ex-PSYCHOTIC WALTZ-Genius Devon Graves. Entsprechend benötigt er im Studio gerade mal noch ein wenig Unterstützung von Drummer Adel Moustafa, um ansonsten alles im Alleingang zu schultern. Live ergänzen noch Bassist Roland Ivez und Gitarrist Rollz Kerschbaumer das Line up und geben dann mächtig Zunder, aber auf "A Lullaby For The Devil" kommt die Musik sehr viel komplexer und fragiler rüber.

Ziel von DEADSOUL TRIBE war auch die Abkehr von den bislang eingeschlagenen Pfaden und damit weg vom Tribal Metal, hin zu einer möglichst breiten Vielfalt von Spielarten zeitgemäßen Progressive Metals. Psychosphere beginnt allerdings doch eher klassisch, ein mächtiges Bassriff rollt los, bevor die Gitarren bedrohlich anschwillen und in riffbetontem Prog Metal münden. Goddbye City Life erinnert mit seinem bombastischen Beginn fast ein wenig an DEVIN TOWNSEND, dann kommt ein Wechsel zwischen ausgesprochen soften Passagen und aggressiven einschüben, bevor dann im Mittelteil die Flöte von Graves dominiert. Das in sich etwas zerrissene, aber durchaus spannende Stück klingt im verhaltenen Marschrhythmus aus. Düsterer und fast brachial ist dagegen Here Come The Pigs mit seinem Industrialtouch, den klassischen Hochgeschwindigkeitssoli und dem finster verhauchten Gesang. Die klassische Prog Metal-Nummer Lost In You finde ich eher etwas blass, wohingegen A Stariway To Nowhere durch seine Atmosphäre (die mich etwas an Head von O.S.I. erinnert) zu überzeugen weiß.

Das Instrumentalstück The Gossamer Strand lässt zunächst die Stirn runzeln, ist der balladeske Anfang mit viel Flöte doch schon hart am Rande des Kitsches. Mit dem Einsatz der Gitarre jedoch wird das Stück zu einer richtigen Prog-Achterbahnfahrt mit zahlreichen Tempowechseln. Gewissermaßen eine Prog-Version von JETHRO TULL. Eher ereignisarm ist der Midtempo-Rocker Any Sign At All, der immerhin mit ein paar schön grummelnden Bassgrooves aufwarten kann, während Fear für mich das schwächste Stück auf der Scheibe ist: Irgendwie zwischen Muzak und Metal. Zum Glück spült dann Further Down wieder kurz und straight die Lauscher frei, bevor mit dem Titelstück A Lullaby For The Devil nochmals ein opulentes Prog Metal Menue mit vielfältigen Zutaten serviert wird. Das Grundriff erinnert mich übrigens irgendwie an Perfect Stranger von DEEP PURPLE.

Fazit: Die Vorsätze der Band (oder sollte man sagen des Duos?), sich neu zudefinieren und sich, vielfältiger zu präsentieren, ist sicherlich aufgegangen, auch wenn das Endprodukt (noch) nicht komplett zu überzeugen weiß. Gerade auch im Sound gibt es ein paar Abstriche zu machen und manche Kompositionen können nicht wirklich mitreißen. Insgesamt überwiegen jedoch die positiven Eindrücke bei weitem, vor allem da die Band mit der Integration der Flöte in das Prog Metal Instrumentarium sich eine Nische geschaffen hat, in der sie recht exklusiv beheimatet ist.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 16.08.2007