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Shark Records
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Sound Of Steel Studios
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David Ho
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Human Fragility
Dawn Of Destiny
Human Fragility, Shark Records, 2009
Tanja Maul Vocals
Veith Offenbächer Guitars, Backing Vocals
Jens Faber Guitars, Bass, Piano, Orchestration, Backing Vocals
Dirk Raczkiewicz Keyboards
Ansgar Ludwig Drums
Patrick Klose Drums on track 4
Special Guests:
Bernhard Weiss Lead Vocals on track 3
Ian Perry Lead Vocals on track 7
Produziert von: Jens Faber Länge: 66 Min 36 Sek Medium: CD
01. Decadence of a heart (00:54)09. Ten plagues of egypt (06:31)
02. Silent Suffering (04:24)10. Dying alone (03:49)
03. Unborn Child (03:42)11. End of Pain (04:44)
04. In a heartless world (04:30)12. Blown away (04:00)
05. Learning to fly (04:44)13. One heart (04:34)
06. A better time to come (04:59)14. Unchained someday (03:10)
07. Human Fragility (05:42)15. For love (05:38)
08. Destiny Unknown (05:13)

Logo Dawn Of Destiny

"...begins", "Rebellion In Heaven“, “Human Fragility”, die Titel der bisherigen Veröffentlichungen von DAWN OF DESTINY lesen sich quasi wie die Aufzählung der jeweiligen Lebensabschnitte, angefangen bei Geburt, Pubertät, über Sturm und Drang, überschäumende Jugend bis hin zum Ernst des Lebens, und nun Midlife Crisis, Zerbrechlichkeit, befinden sich DAWN OF DESTINY etwa bereits im Herbst ihres Lebenszyklus, folgt da nur noch Vergreisung und Tod?

Wohl kaum. Die Liner Notes und Lyrics des umfangreichen Booklets bringen ein wenig Licht ins Dunkle. Diese sprechen zwar von tief greifenden Veränderungen, von harten Zeiten, die die Bandmitglieder seit „Rebellion In Heaven“ durchlebt und letztendlich die Band selbst auf den Prüfstand gestellt haben.
Doch das Jammertal scheint durchschritten, wobei die vermutlich schmerzhaften Erinnerungen nicht verdrängt sondern in “Human Fragility” kreativ verarbeitet werden.
Die fünfzehn Songs des knapp 67-minütigen Opus tragen dabei bedeutungsschwangere Namen wie Silent Suffering, In A Heartless World, Destiny Unknown, Dying Alone aber auch End Of Pain, Learning To Fly oder A Better Time To Come und erzählen von "Beziehungen, Idealismus, Hoffnung, Krankheit, Träumen und Ängsten" so Jens Faber. "Wir haben versucht, all unsere Emotionen in das Album zu legen, damit man die Musik nicht nur hören, sondern auch fühlen und nachempfinden können soll".

Wer jetzt glaubt, bei “Human Fragility” wird auch nur ansatzweise auf die Tränendrüse gedrückt, hat weit gefehlt, denn DAWN OF DESTINY wären nicht sie selbst, wenn statt dessen nicht lieber aufs Gaspedal gedrückt würde. Nach kurzem Piano Intro geht's dann auch gleich ab wie Schmitz Katze, die Grenzen zum Thrash sind zum Greifen nah und wären da nicht die engelsgleichen Vocals oder orchestralen Elemente, würde man die Herkunft der Band eher in der Bay Area als in der Ruhr Area vermuten.
Die überbordende Aggressivität wird im Folgenden jedoch sauber kanalisiert und weicht überwiegend feinstem "Opera Power Metal" a la NIGHWISH & Co., dessen eigenständiger Charakter und mittlerweile anerkannter internationaler Status durch namhafte Gastmusiker wie Ian Perry (ELEGY, AYREON) oder Bernhard Weiss (AXXIS) untermauert wird. Doch auch in den eigenen Reihen finden sich begnadete Sänger, wenn man sich allein das Duett im Refrain des Ohrwurms Learning To Fly herauspickt, um nur ein Beispiel zu nennen. Das Album besticht darüber hinaus insbesondere durch seine Vielfältigkeit, wobei der musikalischen Stil der Vorgänger zwar konsequent fortgeführt, aber um zahlreiche neue Elemente bereichert wird, an dem alle "Female Fronted Metal"-Fans ihre wahre Freude haben werden.

Der guten Ordnung halber wäre noch nachzutragen, dass es im Mai 2009 nach Verlautbarung der Band zur friedlichen und freundschaftlichen Trennung von Drummer Ansgar gekommen ist. Ansgars Nachfolger wurde Patrick Klose (geb. 13.10.1983) aus Marl (ex. INSERT COIN, COPYKILL, CONSTRUCTED), der auf “Human Fragility” allerdings kaum zum Einsatz kam und mittlerweile bereits wieder obsolet ist. Interessenten können sich über die Homepage der Band bewerben.

Ralf Frank, (Artikelliste), 25.12.2009