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| Corb Lund
Losin' Lately Gambler, Blue Rose Records, 2009 |
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| Corb Lund | Vocals, Electric & Acoustic Guitars |
| Grant Siemens | Electric & Acoustic Guitars, Lap Steel, Banjo, Dobro |
| Kurt Ciesla | Double Bass |
| Brady Valgardson | Drums |
| Harry Stinson | Backing Vocals, Occasional Acoustic Guitar |
| Tony Harrell | Harmonium |
| Sonic Fedora | Horns |
| Produziert von: Harry Stinson |
Länge: 42 Min 55 Sek |
Medium: CD |
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| 01. Horse Doctor, Come Quick | 07. Long Gone To Sasketchewan |
| 02. Steer Rider's Blues | 08. Devil's Best Dress |
| 03. A Game In Town Like This | 09. The Only Long Rider I Know |
| 04. Alberta Says Hello | 10. Chinook Wind |
| 05. Talkin' Veterinarian Blues | 11. This Is My Prairie |
| 06. It's Hard To Keep A White Shirt Clean | 12. Rye Whiskey/Time To Switch To Whiskey |
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Eigentlich möchte Corb Lund, dieser kanadische Cowboy aus Alberta, es in Amerika schaffen, ein paar mehr Platten zu verkaufen, größere Säle zu füllen. Der junge Mann, dessen sechstes Album nun veröffentlicht wird und der in seiner Heimat Kanada eine recht große Nummer darstellt, besitzt immerhin diverse Auszeichnungen der kanadischen Music Association, u.a. auch eine für das beste Countryalbum des Jahres. Das schert in den USA kaum jemanden, deshalb muss Corb Lund auf New West Records wieder ganz klein anfangen.
Da der deutsche New West Records Partner unser heißgeliebtes Blue Rose Label ist, kommen auch wir Deutschen in den Genuss, Corb Lunds neuestes Werk zu begutachten. "Losin' Lately Gambler" darf man wohl mit Fug und Recht als lupenreine Countryscheibe bezeichnen. Lund, dessen Großvater sich in Kanada noch von der Rinderzucht ernähren konnte und dem kleinen Knirps Corb die eine oder andere abenteuerliche Geschichte über Cowboys und die weite Prairie zu erzählen wusste, beruft sich auf die üblichen Themen eines Cowboys: Kühe, Pferde, Gegend, Arbeit, Saufen, Frauen, Spaß am Wochenende. Corb bleibt letztlich die meiste Zeit ein Traditionalist, nicht nur wegen seiner Stories und weil er einen feinen Stetson trägt, sondern auch weil er die Country-Music wie ein amerikanischer Junge zu interpretieren weiß.
Das Lokalkolorit spielt jenseits der Texte kaum noch eine Rolle. Lund streift durch fast sämtliche Spielarten des Country, nur eine zünftige Bluegrass-Nummer, die hat er nicht drauf. Eine tolle Band hat er beisammen und mit Harry Stinson einen altbekannten und erfahrenen Produzenten und Musiker, der hie und da sogar ein wenig beim Gesang und an der Akustischen aushilft.
Lunds Palette reicht vom Johnny Cash inspirierten Boom-Chicka-Boom bis zum EAGLES verklärten Westcoast-Country-Pop, dann quer hinüber zum Rockabilly und wieder zurück. Einerseits mit einer ordentlichen Portion Rock'n'Roll und scharfem Twang gewürzt, andererseits auf rührselige Art und Weise dem ländlichen Flair mittels Lap-Steel, Banjo und Dobro ergeben. Corb Lund hat für seine große Reise nach Amerika respektive Europa fast alles in den Koffer gepackt, was möglich war. Ihm gelingt mit "Losin' Lately Gambler" ein überzeugender Querschnitt seines Könnens und er dürfte mit seinem prall gefüllten Reisegepäck und immerhin noch fünf älteren Platten im Rücken, den einen oder anderen Country-Fan für sich gewinnen.
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