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Vendetta
Celesty
Vendetta, Spinefarm Records, 2009
Tapani KangasRhythm Guitar
Jere LuokkamäkiDrums
Antti RailioVocals
Juha MäenpKeyboards
Teemu KoskelaLead Guitar
Ari KatajamäkiBass
Guests:
Suvi-Tuuli DietrichVocals
Elias ViljanenGuitar Solo (track 6)
Stephan LillGuitar Solo (track 11/3)
Produziert von: Celesty Länge: 63 Min 39 Sek Medium: CD
I. Prelude for VendettaIX. Dark Emotions
II. Euphoric DreamX. Fading Away
III. Greed & VanityXI. Legacy of Hate pt.3
IV. Like Warriors- Candlelight
V. Autumn Leaves- Shadow Land
VI. Feared by Dawn- Chaos and Destruction (instr.)
VII. Lord (Of This Kingdom)- Feelings
VIII. New SinXII. Gates Of Tomorrow (bonus)

Logo Celesty

CELESTY wurde 1998 in Seinäjoki, Finnland gegründet und haben seitdem bereits drei viel beachtete Power Metal Longplayer auf den Markt geworfen. Ihr gefeiertes Debüt gaben sie 2002 mit "Reign Of Elements", gefolgt von "Legacy Of Hate" (2004), dem Start einer Trilogy, die mit ihrem aktuellen Werk "Vendetta" den krönenden Abschluss findet.
Dazwischen lag das 2006er Meisterwerk "Mortal Mind Creation", welches sie jetzt noch zu toppen gedenken. "Dies ist ohne Zweifel unser bestes Album", schwärmt Drummer Jere Luokkamäki. "Wir können es kaum erwarten, bis es veröffentlicht wird und danach gehen wir erst mal auf Tour".

Nichts gegen ein gesundes Maß an Selbstvertrauen, aber den Spruch bekommt man quasi von jeder Band und zu jedem neuen Album zu hören und meistens wird die Euphorie bald von der Realität eingeholt.
Immerhin haben CELESTY nicht versucht, sich auf ihren bisherigen Lorbeeren auszuruhen, sondern für "Vendetta" neben illustren Gästen wie Stephan Lill (VANDEN PLAS), Elias Viljanen (SONATA ARCTICA) und Suvi-Tuuli Dietrich (ESCAPE), die als Vokalistin fast schon zur Familie gehört, das komplette Tampere City Orchestra unter der Leitung von Kalevi Olli, besser bekannt für seine Arbeit mit der Finnischen National Oper, involviert und klopfen damit vermeintlich an die Pforten der Ruhmeshalle des "Epic Symphonic Melodic Prog Power Metal", wenn man der ein oder anderen Aussage so Glauben schenken möchte.

Ob allerdings dort jemand aufmacht, steht auf einem anderen Blatt.
Die Idee, ein Orchester einzuspannen, ist weder neu noch besonders gut umgesetzt, ein durchschnittlicher Programmierer bekommt gleichwertige Ergebnisse auch am Synthesizer und PC hin, von einem echten Orchester samt Chor erwarte ich mir einfach mehr Esprit und Bombast, aber das liegt möglicherweise auch am gleichförmigen Mix von Samu Oittinen und vor allem am einfallslosen Songwriting.
Der überwiegende Teil der Songs klingt wie ein und derselbe Track auf Wiederholfunktion, permanentes Doublebass-Stakkato und Shredder-Riffs, dazu langweilt der überfrachtete "Schwert-Blut-Helden-Götter-Krieger"-Mythos mit unüberhörbaren Anleihen zum Teil bei MANOWAR aber auch u. a. NIGHWISH.

Erst zum Ende der "für finnische Alben angeblich rekordverdächtigen Anzahl" der Tracks (meint zumindest Luokkamäki) kommen CELESTY endlich auf den Punkt und legen mit dem über vierzehnminütigem und vierteiligem Opus Legacy of Hate pt.3 ein echtes Highlight hin, welches nicht zuletzt dem Einsatz von Suvi-Tuuli Dietrich zu verdanken ist, aber hier stimmt auch plötzlich abwechslungsreiches Songwriting, Timing und Orchestrierung.
Der nachfolgende Bonustrack ist darüber hinaus sogar eigentlich unverzichtbar, weil da gibt es wahrlich deutlich schwächere Kandidaten auf dem Album.

Fazit: "Vendetta" ist eigentlich nicht mal schlecht, aber letztendlich in diesem Genre nur ein Album unter vielen, der vermeintliche Kniff mit dem Orchester verpufft leider fast vollständig.
Gut gemeint ist leider nicht immer auch gut gemacht.
In diesem Sinne.

Ralf Frank, (Artikelliste), 14.07.2009