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Stabbing My Heart
Broken Marble
Stabbing My Heart, Yonah Records, 2010
Ina ZeplinVocals
Alexander GromeierGuitar
Philipp GromeierBass
David PätzmannDrums
Produziert von: Sebastian Levermann Länge: 65 Min 34 Sek Medium: CD
01. Prologue09. Symphony Of A Broken Legend
02. Bodycheck10. Autumn Leaf
03. Family Business11. Stabbing My Heart
04. Bittersweet Perplexity12. Adrenaline
05. Animosity13.Something From The Inside
06. Planet Paradise14. L.O.S.T. (Love Syndrome Tragedy)
07. Be Somebody15. Falling Star
08. B.B.T. (Break Beat Theory)16. Epilogue

Das eröffnende Prologue haut schon einmal richtig gut rein: Selbstbewusst, fordernd, mit einem mächtigen Gitarrenbrett und einer starken Frontfrau. So muss das heutzutage klingen, wenn man etwas wie Crossover (das gilt ja eigentlich nur noch als Schimpfwort) macht. Keinen 90er Jahre Muff, sondern zeitgemäße Frische. Auch wenn man danach etwas ins Fahrwasser von Bands wie GUANO APES, EXILIA oder DIE HAPPY gerät, stört das nicht, denn der Schwung, mit dem das Quartett aus Sachsen-Anhalt die Barrikaden stürmt, bringt BROKEN MARBLE einfach gleich viele Sympathiepunkte ein. Auch wenn ein Vergleich mit den GUANO APES heutzutage so wirkt, als würde man einem Abiturienten den IQ von Lukas Podolski unterstellen.

Aber es macht einfach Spaß, mitanzuhören, wie man sich mit Lust und Laune austobt und neben eingängigen Rockern (Be Somebody, Bodycheck) auch Mut zum Experimentieren hat. So flicht man gelegentlich ein paar Elektro-Sounds ein (Bittersweet Perpelxity) oder versucht sich an einer Art Trip Hop (B.B.T., L.O.S.T.). Sängerin Ina Zeplin zeigt sich variabel zwischen sanft (Autumn Leaf) und stürmisch (Adrenaline), es groovt und brettert amtlich und man hat sogar einen heimlichen Clubhit im Programm (Planet Paradise).

Alles in allem eine Scheibe, die richtig Spaß macht, auch wenn nicht jede Idee zündet und man fast zu viele Songs auf die Scheibe gepackt hat. Aber ich hoffe, dass BROKEN MARBLE diesen Schwung beibehalten und auch ihre Freude an kleinen Spielereien, das lockert für mich die Sache ungeheuer auf und hebt die Band vom (schon wieder dieses Wort) Crossover-Einerlei ab. Das dürfte letztlich auch der Schlüssel sein, sich noch mehr freizuschwimmen und an der Eigenständigkeit zu arbeiten, denn Potential ist in ungeheurem Maße vorhanden. Ganz sicher keinen Stich ins Herz, sondern einen angenehmen Floh ins Ohr setzen BROKEN MARBLE mit diesem Album dem Hörer.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 12.02.2010