Adorned Weakness
Adorned Weakness, Eigenverlag, 2008
Derek BlakeVocals & Bass
John LutzowGuitar, Keyboards & Vocals
Dave RumboldtDrums & Percussion
Gast:
Joseph McGirrViolin
Produziert von: Braver Since Then Länge: 55 Min 42 Sek Medium: CD
01. Left Behind Tears06. Estragon Poisoning
02. Someone Else's Art07. Blood And Imagination
03. Destination Over Destined To Fail08. Juicy Fruit
04. Puppety Oddballs Eat An Orange09. A Smile And A Far Away Place
05. Strength And Limitations10. Possession & Ballad Of A Wannabe Cyber Geek

Aus den Überresten der amerikanischen Progmetaller von LEVIATHAN ist die Band BRAVER SINCE THEN entstanden, bei sich Drerek Blake und John Lutzow (und mittlerweile auch Schlagzeuger Trevor Helfer, der aber auf ""Adorned Weakness" noch nicht dabei war) wieder zusammengefunden haben, um sich gemeinsam musikalisch zu verwirklichen. Das Ganze hat dann aber herzlich wenig mit Progmetal im herkömmlichen Sinne zu tun und auch die von den Protagonisten selbst als solche bezeichneten Einflüsse (wie DREAM THEATER, RUSH oder QUEENSRYCHE) lassen sich nur schwerlich ausmachen.

Vielmehr bietet das bereits 2007 veröffentlichte und jetzt bei uns auch erhältliche "Adorned Weakness" eine Art selbstgezimmerten Retro-Prog mit einem Hauch Pop-Appeal, gelegentlichen sphärischen Klängen, leichten Jazzeinflüssen und nur ganz seltenen metallischen Tönen. Überwiegend kommen die Songs recht schwungvoll daher (Left Behind Tears; Strength And Limitations oder Blood And Imagination), es gibt aber auch sehr introvertierte Töne mit Klassik-Bezug (Estragon Poisoning). So richtig rockig wird es wirklich nur ganz vereinzelt(Possession & Ballad Of A Wannabe Cyber Geek).

"Adorned Weakness" ist überwiegend instrumental gehalten, was angesichts der überschaubaren gesanglichen Qualitäten von Lutzow und Blake auch zu begrüßen ist. Überhaupt strahlt die ganze Produktion doch, um es vorsichtig auszudrücken, einen gewissen Underground-Charme aus und wirkt gelegentlich etwas billig, was sich nicht nur im Coverartwork, sondern auch in manchen Soundfiguren belegen lässt (Puppety Oddballs Eat An Orange). Insgesamt findet sich hier sicher die eine oder andere hübsche Idee, von der Umsetzung hätte ich mir bei Musikern mit jahrelanger Vita im Progbereich jedoch noch etwas mehr versprochen. Schade, das auf der MySpace-Seite der Band vorgestellte Material klang deutlich spannender.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 19.11.2008