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Offizielle Blackmore's Night Homepage
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Soulfood Music
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AFM Records
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CMM
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www.amazon.de
Winter Carols
Winter Carols, Soulfood/AFM, 2008
Candice NightVocals, Pennywhistle, Shawms, Recorder, Harmony
Ritchie BlackmoreGuitars, Mandola, Hurdy Gurdy, Nyckelharpa, Percussions
Pat ReganKeyboards, Orchestration
Sisters of the MoonHarmony Vocals
Produziert von: Pat Regan Länge: 42 Min 39 Sek Medium: CD
01. Hark The Herald Angels Sing /
      Come All Ye Faithful
07. Lord Of The Dance /
      Simple Gifts
02. I Saw Three Ships08. We Three Kings (*)
03. Winter (Basse Dance)09. Wish You Were Here
04. Ding Dong Merrily On High10. Emmanuel (*)
05. Ma-O-Tzur11. Christmas Eve (*)
06. Good King Wenceslas12. We Wish You A Merry Christmas

"Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht der Ritchie vor der Tür".
So, oder so ähnlich muss Ritchie Blackmores sinniert haben, als er 2004 erstmals das Terrain mit seiner (*) 3 Track "Christmas Songs" Single sondierte und als diese in den USA gleich in die AC Billboard Charts einschlug, hatte er für 2005 schon die Langfassung namens "Winter Carols" notiert. "Als ich ein Kind war, bin ich in der Weihnachtszeit von Haus zu Haus gegangen und habe diese Melodien gesungen, um etwas Geld zu verdienen" erklärt Ritchie. "Jetzt, da ich erwachsen bin, dachte ich mir, ich könnte sie spielen und damit noch mehr Geld verdienen." Die Idee kam bei allen Beteiligten so gut an, dass man das Album im Folgejahr gleich erneut veröffentlichte und da das frisch vermählte Ehepaar Blackmore-Night jetzt sicher jeden Taler gebrauchen kann, gibt es dieser Tage erneut eine Wiederveröffentlichung von "Winter Carols".

Winter Carols sind dabei genau genommen eigentlich gar keine Weihnachtslieder sondern wie der Name schon impliziert Winterlieder oder wie Loreena McKennit es in ihrem ähnlich gelagerten Vorläufer zu ihrem aktuellen Album "A Midwinter Night's Dream" nennt, "Songs for the Season", also Jahreszeiten, die in heidnischer Zeit immer mit entsprechenden Ereignissen wie u. a. Ernte-, Saat- oder Fruchtbarkeitsfesten einhergingen.
"Der Ursprung des Wortes "Carol" bedeutet so viel wie "Tanz" und stammt von Mitte 1500. Die meisten der Weihnachts-Carols kommen aus der Zeit zwischen 1400 und 1600. Sie bergen brillante Melodien in sich. Die Melodien wurden ursprünglich von Landarbeitern des Mittelalters gespielt. Die Kirche versuchte, das Singen und Spielen dieser Melodien zu unterbinden, da sie als "böse" galten (in der Musik ging es um Trinken, Spaß haben und Ausschweifungen jeder Art). Aber die Arbeiter hörten nicht auf. Dem widerstrebend entwickelte die Kirche die Idee, die Texte zu ändern und sie mit religiösen Inhalten zu füllen, woraus schließlich die Texte der heutigen "Carols" hervor gingen" führt Blackmore zu diesem Thema aus.
Neben den "Carols" vereinnahmte die Kirche die zugehörigen Feste gleich mit und so wurde z. B. aus der Wintersonnenwende das Weihnachtsfest und aus den entsprechend geänderten Volksliedern die heutzutage, auch bei uns sehr beliebten, "traditionellen" angelsächsischen Weihnachtslieder.

Einer "Renaissance Rock" Band wie Ritchie BLACKMORE´S NIGHT selbst umschreibt, nimmt man eine derartige Compilation immerhin eher ab als irgendeinem Düster-Metaller, da die Songs einfach ins Gesamtkonzept passen und der ein oder andere davon auch bereits auf früheren Alben enthalten war. Lässt man den thematischen Bezug aussen vor, handelt es sich bei "Winter Carols" einfach um ein typisches BLACKMORE´S NIGHT Album mit all den üblichen Facetten. "Die Weihnachtszeit birgt immer so viel Fröhlichkeit, Liebe und Frieden in sich. Wir haben versucht, diese Stimmung in unserer Musik einzufangen" schwärmt Candice." Die Gefühle dieser Zeit versuchen wir schon seit Jahren mit unserer Musik auszudrücken, daher ist diese CD so etwas wie ein natürlicher Fortschritt. In allen Songs, die wir aufgenommen haben, geht es um Liebe, Einigkeit und Freundschaft. Die Songs als Ganzes sind wunderschön vereinende "Carols", die dich die Wärme von Freundschaft spüren lassen. Und jedermann kann daran teilhaben!"

In diesem Sinne. Das kauf ich euch ab.

By the way, das Cover ziert übrigens ein Ölgemälde von Karsten Topelmann: "In the romantic town of Rothenburg o.d.T., Germany", wollte ich nur mal erwähnt haben, der guten Ordnung halber.

Ralf Frank, (Artikelliste), 25.11.2008