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Cruel Melody
Cruel Melody, Edel Entertainment, 2008
Wes BorlandGuitar, Vocals, Bass & Programming
Danny LohnerBass, Guitar, Keyboards & Programming
Josh EustisKeyboards & Programming
Josh FreeseDrums
Gast:
Johnette NapolitanoVocals
Produziert von: Danny Lohner Länge: 62 Min 36 Sek Medium: CD
01. Mesopotamia08. 4 Walls
02. Animal09. Stop A Bullet
03. Lie10. One Of Yours
04. Coward11. New Hunger
05. Cruel Melody12. I Am Where It Takes Me
06. The Mark13. Iodine Sky
07. I Have A Need

Da schreit es von allen Ecken wieder "Supergroup". Nicht immer bedeutet das musikalische Höchstleistungen, oftmals soll massiertes Namedropping kreative Luftblasen aufwerten. Im Falle von BLACK LIGHT BURNS fällt die Bilanz aber ganz ordentlich aus, was auch daran liegen mag, dass man beim Namen LIMP BIZKIT erst einmal keine riesigen Erwartungen in Sachen Innovation hegt.

Jedenfalls hat sich Wes Borland, ehemaliger Gitarrist der Kreuzüber-Truppe um Fred Durst mit Danny Lohner (NINE INCH NAILS), Josh Freese (A PERFECT CIRCLE) und Josh Eustis (TELEFON TEL AVIV) zusammengetan, um deutlich düsterere Wege als mit seiner früheren Millionseller-Band zu betreten. Zunächst einmal knallt es mächtig los, Mesopotamia klingt fast ein bisschen nach Josh Homme und Konsorten; in die selbe Kerbe schlägt auch Lie. Aber mehr und mehr schälen sich dunkel verhangene Elektronik-Sounds heraus, die eine Nähe zu den NINE INCH NAILS aufweisen. Insbesondere Animal und The Mark könnten durchaus auch aus der Feder von Trent Reznor stammen, während Stop A Bullet an Marilyn Manson erinnert. Zwischendurch scheut man auch keine David-Bowie-Reminiszenzen im Titelstück Cruel Melody. Legt man zu Beginn ein ordentliches Pfund an Härte und Düsternis auf, wird die Scheibe gegen Ende immer sanfter und versöhnlicher, man könnte fast esoterischer sagen, und schließt mit dem sehr atmosphärischen Stück Iodine Sky, zu dem Johnette Napolitano, die Sängerin von CONCRETE BLONDE ihre Stimme beisteuert.

Die Scheibe ist nicht ganz frei von Durchhängern, so klingt One Of Yours ein bisschen inkonsequent nach einer Light-Version von NINE INCH NAILS außerdem ist Josh Freese vom Sound her fast schon überpräsent, aber im Großen und Ganzen ist ein angenehm vielseitiges, reifes Album entstanden, das frei von jeglichen Nu-Rock-Klischees ist und dennoch gut ins Ohr geht, will sagen, die Songs sind nicht überfrachtet, sondern im Kern durchaus eingängig gehalten. BLACK LIGHT BURNS scheint jedenfalls den richtigen Weg eingeschlagen zu haben, den es lohnt, weiter zu verfolgen.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 17.06.2008