Link Homepage:
Offizielle Beatallica Homepage
Link Homepage:
Beatallica @ MySpace.com
Link Plattenfirma:
Oglio Records
Link Kaufen:
www.amazon.de
Masterful Mystery Tour
Beatallica
Masterful Mystery Tour, Oglio/Megapress, 2009
Jaymz Vocals, Guitars
Grg III Guitar
Kliff Bass
Ringo Drums, Vocals, Percussion
Produziert von: Flemball Rasmartin Länge: 47 Min 03 Sek Medium: CD
01. The Battery of Jaymz and Yoko08. Hero of the Day Tripper
02. Masterful Mystery Tour 09. Got To Get You Trapped Under Ice
03. Fuel On The Hill10. I'll Just Bleed Your Face
04. And I'm Evil 11. I Want To Choke Your Band
05. Everybody's Got A Ticket To Ride Except For Me And My Lightning12. Tomorrow Never Comes
06. Running For Your Life 13. Eine Guten Tag zum sterben
07. The Thing That Should Not Let It Be

Da sind sie wieder, die Fab Four aus Milwaukee, mit ihrer inzwischen dritten, offiziellen CD. Nach “Sgt.Hetfields Motor Breath Pub Band” und der EP „“All You Need is Blood“ begeben sich die Jungs diesmal auf die “Masterful Mystery Tour“ und zeigen einmal mehr was aus den ollen, verschnarchten BEATLES Songs so rauszuholen ist, wenn sie eine Dosis METALLICA abbekommen. Mit dem inzwischen dritten “Grg Hammetson“ an der Gitarre (der in Wirklichkeit Jeff Hamilton heißt und auch bei den Folk Punk Pionieren VIOLENT FEMMES die Saiten zupft) legt die Band einige Songs ihrer ersten beiden Internet Download Alben neu aufgenommen, sowie neue Stücke vor. Endlich, endlich sind Klassiker wie I wanna Choke Your Band, The Thing That Should Not Let It Be oder Everybody’s Got A Ticket To Ride Except Me And My Lightning, die seit jeher zum Live Repertoire der Band gehörten, auch offiziell auf einem Silberling zu erstehen.

Mit Running For Your Life hat man sich sogar angeschickt, gleich 3 Bands zu vereinen, METALLICAs Version von Breadfan (im Original von BUDGIE) sowie Run For Your Live von den BEATLES. Übrigens, mein Anspieltipp für alle Ungläubigen, der Song ist einfach genial und hat dazu noch einen fiesen Text… Man muss ihn lieben und ist sicherlich eine Live-Granate. Was gibt es sonst? Fuel On The Hill (geht quasi wie Fuel), Tomorrow Never Comes (ebenfalls nah am METALLICA Original), der Opener The Battery Of Jaymz and Yoko macht mich auf Grund der anderen Breaks nach dem gewohnten Battery Intro und der komplett geänderten Pace wahnsinnig (sind da Slide Gitarren?), Masterful Mystery Tour ist für mich der schwächste Track der CD, irgendwie zu poppig, gegenüber dem Gitarrenfeuerwerk der anderen Songs.
Da draußen schon der Scheiterhaufen für mich aufgebaut wird (ja, die BEATLES Fanatiker in der Redaktion hier reagieren auf jeglichen Frevel sehr extrem…) muss ich mal fix zum Schluß kommen… die Platte ist einfach scheißengeil. Wer auf Thrash Metal der alten Schule steht, sollte unbedingt reinhören. BEATALLICA kommen im Winter auf Tour, zusammen mit JBO, checkt unsere Tourdates. Es wird sicherlich eine Riesenparty!
So… ich halte mich dann mal an den (textlich leicht geänderten) Anspieltipp: Run For Your Life If You Can, Little Boy… Yoko Up Your Ass!

Jörg Litges, (Artikelliste), 10.09.2009

Ich bin ja liebend gern ein Wortschmied und überlege mir wie ich den gehörten Inhalt in adäquate Sätze packen kann, aber wenn ich adäquat bleiben soll, geht hier nur S C H E I S S D R E C K

Und dabei gehts mir hier gar nicht um die Beatles. Deren Musik liebe ich zwar, aber das hier ist - Beatles hin oder her - einfach Dreck für die Ohren. Und den pul ich immer raus und stopf ihn mir nicht rein.

Jürgen Gallitz-Duckar, (Artikelliste), 10.09.2009

An die BEATLES erinnern diese Songs von BEATALLICA eher wenig, abgesehen vom Songtext und dem Songtitel. Die Songs rocken 1:1 wie die METALLICA Originale. Allein die BEATLES Texte versucht man in die Songs hineinzupressen. Von einer musikalischen Umsetzung dieses Zwitters kann man demnach nicht sprechen.

Bleibt die Frage nach dem Sinn solch einer Geschichte. Für mich taugt die Scheibe für eine ausgelassene Party mit reichlich Alkohol, für ein Straßenfest mit Live-Musik-Unterhaltung zur späten Stunde oder den Metal-Ballermann samt kollektivem Niederpogen des Sangria Standes. Ein kurzweiliges Stück Musik das zuhause nicht so recht funktionieren mag live aber bestimmt seine volle Kraft entfaltet. J.B.O. lassen grüßen.

Das Endergebnis birgt keine Überraschungen. Es macht aber Spaß. Weniger für den BEATLES Fan, dafür aber für den geneigten Party Metaller.

Thorsten Philipp, (Artikelliste), 10.09.2009

Als die Idee der, ich will's mal Genre- oder Stil-Konvertierung nennen, noch neu war, fand ich sie total klasse, vor allem als Partyspaß kamen z. B. The King mit seiner Elvis Version von AC/DC & Co. immer gut, auch die 22 "Stairways To Heaven" Variationen hatten ein paar Brüller zu bieten und als Beatallica ihre erste "Beatles im Metallica Gewand"-EP zum freien Download auf ihrer Website anboten, war das ein Knaller. Mittlerweile wird der geniale Grundgedanke aber inflationär ausgeschlachtet, es wimmelt nur so von APOCALYPTICA, J.B.O., THE BOSSHOSS, BOPPIN' B oder HAYSEED DIXIE und Konsorten die alle ihre eigene Nische gefunden haben, irgendwelche Klassiker zu verwursten, und bei manchen wurde aus Spaß dann Ernst, sprich Kommerz. Auf letzterem Trip scheinen nun auch BEATALLICA angekommen zu sein, nach dem sie von METALLICA selbst dazu den Persilschein erhalten haben und so klingt "Masterful Mystery Tour" nicht nur vom Titel her bemüht und gestelzt, die Umsetzung ist auf die Dauer langweilig und besonders die Hetfield Adaption wird spätestens nach dem zweiten Stück anstrengend. Zum bitteren Ende noch Ein Guter Tag Zum Sterben von J.B.O. zu covern ist meines Erachtens auch nicht wirklich der Bringer, da der Song vom Text lebt und in der BEATALLICA Version leider kaum verständlich ist. Sorry, aber die einstmals witzige Idee ist mehr als zu Tode geritten und braucht dringend eine Stammzellenkur.

Ralf Frank, (Artikelliste), 10.09.2009

Manchmal kann es üble Folgen haben, an einem Denkmal zu kratzen oder es sogar vom Sockel zu stürzen. Okay, BEATALLICA machen sich weder über METALLICA noch über die ehrenwerten BEATLES lustig, oder wollen ihrem Ansehen schaden, keineswegs, sie wollen einfach nur eine anfangs originelle Idee über die Jahre retten. Vor zwei Jahren in der Bochumer 'Matrix', als ich sie live erlebte, fand ich die Mixtur aus Beatleskem und Metallischem ganz witzig, nett und unterhaltsam.
Auf der neuen BEATALLICA-Konserve klingt das zwar nicht wirklich schlecht, macht mitunter schon Spaß, aber spätestens nach drei, vier Liedern beginnen mir die James Hetfield Vocal-Manirismen des Säners Jaymz auf die Nerven zu gehen (auch wenn es als durchaus gewollte Überzeichnung gemeint ist), wobei der Gesang insgesamt, also inklusive Background-Vocals, sowieso eher dürftig ausfällt. Manche der ausgewählten BEATLES-Evergreens machen in der Metal-Verarbeitung eine ganz gute Figur, Everybody´s Got A Ticket To Ride Except Me And My Lightning finde ich z.B. recht gelungen, wogegen The Thing That Should Not Let it Be in meinen Ohren erbärmlich ankommt.
Wahrscheinlich liebe ich die alten, originalen BEATLES-Songs einfach zu sehr, habe sie über die Jahrzehnte zu arg verinnerlicht, so dass mir die nötige Toleranz abgeht, diese experimentierfreudigen Amis wirklich zu mögen. Jedem das Seine, sag ich da nur, aber dieses Mal nicht mit mir, Herrschaften. Ich bleib da ganz stur bei den Originalen METALLICA und BEATLES und pflege deren Denkmale.

Frank Ipach, (Artikelliste), 10.09.2009

Neulich vor meinem Plattenschrank die Frage aller Fragen: Wozu habe ich jetzt mehr Lust – THE BEATLES oder doch lieber METALLICA? Da erschien mir im Geist der selige John (oder war es der heilige Cliff?) und sagte: Du musst Dich doch gar nicht entscheiden – höre einfach die neue BEATALLICA! Es ist schon irre, wie die vier Blödel-Barden, solch gegensätzliche Musik so packend und unterhaltsam miteinander verbinden. Natürlich werden die knallharten Fans der beiden Bands gepeinigt aufschreien, aber alle mit einem gewissen Humor werden an den Darbietungen der Marke The Battery Of Jaymz And Yoko, Hero Of The Day Tripper oder dem göttlichen The Thing That Should Not Let It Be ihre helle Freude haben. Denn musikalisch machen die Jungs ihre Sache echt gut – nie zu ernst aber auch nie zu offensichtlich respektlos.

Marc Langels, (Artikelliste), 10.09.2009

Hier noch einmal großartig zu erklären, welcher Art BEATALLICAs Musik ist, erübrigt sich wohl.
Zum einen werden meine Kollegen dies (wahrscheinlich) schon zur Genüge getan haben, zum anderen ergibt sich bereits aus dem Bandnamen, dass hier im Sinne der BEATLES und METALLICAs gemixt wird.

Dabei herausgekommen sind wieder abstruse Songtitel, wie z.B. The Thing That Should Not Let It Be, bei denen fleißig Passagen bei beiden Bands geklaut, chirurgisch wieder zusammengesetzt und mit eigenen Soundfragmenten ergänzt werden.
Dabei verhält es sich bei BEATALLICA eigentlich genauso wie bei J.B.O. Wer auf "Masterful Mystery Tour" in erster Linie musikalisch brillante Musik erwartet, wird eher enttäuscht werden und sollte sich lieber an die Originale halten. Witzig ist die Platte dennoch, was in der Hauptsache in der Stimme von Sänger Jaymz Lennfield begründet ist.

Leider ist die Halbwertzeit solcher Gags auf Studioalben meistens sehr kurz, weshalb man sich überlegen sollte, ob das Geld nicht besser in einem Konzertticket angelegt wäre. Live sind die Jungs aus dem Mittleren Westen nämlich eine Bank.

Kay Markschies, (Artikelliste), 10.09.2009

Zugegeben: Wenn man das Ganze von Anfang an verfolgt hat, leiert sich der Witz allmählich doch etwas aus. Andererseits ist es immer noch bescheuert genug, die alten BEATLES Klassiker auf Teufel komm raus in die METALLICA-Hülle zu stecken (bzw. diese ohne Rücksicht auf Verluste drüberzustülpen), um einen irgendwie ständig grinsen zu lassen.
Ok, das ist nicht gerade subtiler, feinfühliger Humor, sondern ziemlich mit der Brechstange herumgefuhrwerkt, was auch für die textlichen Zwitter gilt. Insofern sind die Herren aus dem Mittleren Westen als Support von J.B.O. ganz gut aufgehoben (entsprechend gibt es hier ja auch Eine Guten Tag zum Sterben, auf die gemeinsame Intonation auf Tour darf man jetzt schon gespannt sein).

Mal zwischendurch zu den “handwerklichen“ Fakten: außer “Master Of Puppets“ gekreuzt mit “Magical Mystery Tour“ geht es im Schweinsgalopp durch die jeweiligen Backkataloge, bis hin zur aktuellen METALLICA-Scheibe und Tomorrow Never Comes. Das funktioniert auch immer auf die bewährte, hemdsärmelig-humorvolle Art und es erstaunt auch jedes Mal aufs Neue, wie nahe Jaymz Lennfield (auch die Pseudonyme sind ja Verschmelzungen) an Hetfield stimmlich dran ist. Der Gitarrensound geht auch ok, wenngleich man sagen muss, dass das Ganze live noch einen Zacken schärfer kommt.

Also, für alle BEATLES-Fans ist BEATALLICA sicher irgendwie das Gegenteil von political correct und so etwas wie Taubensch… auf ihren Denkmälern, aber wie langweilig wäre doch das Leben, wenn alles nur political correct und mit übervorsichtiger Rücksichtnahme und demütiger Ehrfurcht einherginge. Ab und zu muss ein wenig Holzhammerhumor einfach sein, und dafür ist BEATALLICA bestens geeignet. Und auf der Bühne sollte man die Jungs sowieso mal erlebt haben.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 10.09.2009