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Destined Solitaire
Beardfish
Destined Solitaire, InsideOut, 2009
Rikard SjöblomVocals, Keyboards, Guitar, Accordion & Percussion
David ZackrissonGuitar, Percussion & Backing Vocals
Robert HansenBass & Backing Vocals
Magnus ÖstgrenDrums & Percussion
Produziert von: Beardfish Länge: 76 Min 49 Sek Medium: CD
01. Awaken The Sleeping06. At Home...Watching Movies
02. Destined Solitaire07. Coup De Grâce
03. Until You Comply/Entropy08. Abigails Questions (In An Infinite Universe)
04. In Real Life There Is No Algebra09. The Stuff That Dreams Are Made Of
05. Where the Rain Comes In

Die schwedischen Jungspunde von BEARDFISH bringen das Kunststück fertig, mit jeder Veröffentlichung reifer zu werden, ihren ureigenen Sound zu vervollkommnen, ohne dabei in Routine abzugleiten oder schlichtweg lediglich mehr vom immergleichen Stoff abzuliefern. Auch auf “Destined Solitaire“ lautet das Motto eher “geht nicht, gibt’s nicht“ und so werden, auf dem Fundament des Retro-Prog wieder zahlreiche Kapriolen geschlagen, wobei man wieder etwas verspielter als bei den beiden “Sleeping In Traffic“. Nach einem direkten Gruß an das Vorgängeralbum (Awaken The Sleeping) geht es im Titeltrack Destined Soiltaire recht munter auf und ab: Harte Riffs und gar Growls münden schließlich in einen jazzrockigen Ausklang.

Auch Spuren von Hip Hop finden sich (In Real Life There Is No Algebra) und natürlich wird auch wieder dem guten FRANK ZAPPA gehuldigt (Abigails Questions (In An Infinite Universe)). Eine überbordende Spielfreude, immer mit einem kräftigen Augenzwinkern versehen, symphonisch und melodisch, aber auch mit deutlichen psychedelischen Elementen und dabei trotz deutlicher Hommage an die 70er Jahre frei von jeglicher Patina, sondern scheinbar unbekümmert und unverbraucht, trotz einer geradezu atemberaubenden Geschwindigkeit bei der Veröffentlichung ihrer Alben.

Jedenfalls beweisen BEARDFISH hier erneut in überzeugender Manier, wie man viele verschiedene Einflüsse zu einem stimmigen Ganzen vereinen kann und damit auch viele verschieden (Prog-)Rock-Liebhaber unter einen Hut bringen kann. Maßgeblich ist dabei auch, dass bei aller Virtuosität der Humor nicht zu kurz kommt und man sich nicht nur als staunender Betrachter der Musik fühlen darf, sondern von der Band auf ihre irrwitzigen Klangreisen mitgenommen und dabei prächtig unterhalten wird. Denn die Verbindung von Anspruch und dem vermittelten Spaß an der Sache gelingt BEARDFISH wie derzeit keiner anderen Progband.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 10.08.2009