Link Homepage:
Offizielle Awesome Color Homepage
Link Myspace:
Awesome Color @ Myspace
Link Plattenfirma:
Ecstatic Peace
Link Promo:
Gordeon Music
Link Kaufen:
www.amazon.de
Massa Hypnos
Awesome Color
Massa Hypnos, Ecstatic Peace, 2010
Derek StantonGuitar & Vocals
Michael TroutmanBass
Allison BuschDrums
Produziert von: Awesome Color Länge: 36 Min 12 Sek Medium: CD
01. Transparent05. Vision
02. Flying06. Zombie
03. Oaxaca07. Slaughterhouse
04. White Cloud08. IOU

Mit ihrem dritten Longplayer festigen die seit 2004 bestehenden AWESOME COLOR ihren Status als eine der interessantesten Detroiter Rockbands der Gegenwart. Geschickt setzen sie die ruhmreiche Vergangenheit (Einflüsse von MC 5, IGGY & THE STOOGES, BLUE CHEER, VELVET UNDERGROUND) in Bezug zu dem aktuelle schlagenden Herz der Motorcity und deren Szene. Man kann kaum glauben, dass hier “nur“ ein Trio zu Gange ist, so energisch, impulsiv und vielseitig dröhnt es aus den Boxen.

Die Mischung aus Garagen-Rock (wie das straighte Transparent), Psychedelia (Oaxaca), Hardrock, Blues, Noise und Punk bewegt sich zähfließend abseits der ausgefahrenen Wege und gefällt sich ebenso in ständigen Wiederholungen als retardierendes Moment, wie die Gitarren gerne durch den Verzerrer gejagt, ihre eigenen krummen Spuren in den Wüstensand zaubern. Melodisch klare Passagen sind dabei eher die Ausnahme (Flying), lieber ergeht man sich in Fuzzorgien (White Cloud) und zu den scheppernden Sounds passenden schrägen Lyrics (Zombie), die natürlich entsprechend cool dahergenölt werden.

Auf die Dauer stellt sich doch etwas Eintönigkeit, fast schon Langeweile ein, fehlt doch ein bisschen die Killerhookline und die sich in den Gehörgängen festbrennende Melodie. Vieles wirkt zu beliebig dahingerotzt, bei aller Liebe zum Garagen-Blues-Punk und ein wenig wie das zufällige Einfangen eine Jamsession. Die Jungs haben zweifellos Potential, nicht umsonst durften sie ja auch schon ähnlich gepolte Bands wie DINOSAUR JR. und SONIC YOUTH (auf Thurston Moores Label ist ja auch dieses Album erschienen) supporten. Nur müssen beim nächsten Mal die vorhandenen Einflüsse und Ideen noch zwingender kanalisiert werden und das Songwriting noch etwas verbessert werden, dann wird das eine spannende Sache.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 04.06.2010