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Vozrozhdenie, Lepta, Vo Slavu Velikim, Vic Records, 2008 (2004/2005)
Mascha "Scream"Vocals, Keyboards & Flute
Sergei LazarGuitar
Ruslan "Kniaz"Bass
Vlad "Artist"Drums
LesyarVocals
Vladimir CherepovskiyVarious Folk Instruments (Vo Slavu Velikim)
Ilya "Wolfenhirt"Vocals & Choir (Vo Slavu Velikim)
Igor "Hurry"Accordion (Vo Slavu Velikim)
Andrey KarasevViolin (Vo Slavu Velikim)
Produziert von: Mascha Scream & Sergei Lazar Länge: 58:31(Vozrozhdenie)
41:33 (Lepta)
61:31 (Vo Slavu Velikim)
Vozrozhdenie
01. Kolyada07. Brate Slavyane
02. Maslenitsa08. Solutsevorot
03. K Domu Svaroga09. Pod Mechami
04. Vozrozhdenie10. Po Zverinym Tropam
05. Chernye Vorony11. Zalozhny
06. Rus'12. Zov Predkov
Lepta
01. Sotkani Veka06. Voin Pravdi
02. Lepta O Gneve07. Marena
03. Ghiornie Debri Voini08. Epilogue
04. Zarnitsi Nashei Svobodi09. Oi, To Ne Vecher...
05. Viydu Ia Na Volushku
Vo Slavu Velikim
01. Intro (Kolmiyka)08. Vedy Proshlogo Velikdem
02. Skvoz' Tuman Verkov09. Gnev Vremen
03. Rus' Iznachal'naya10. Na Svarogovoi Doroge
04. Vo Slavu Velikim11. Vyidi
05. Po Syroi Zemle12. Vyidi Ivanku
06. Tunan Yarom13. Vosstanie Roda
07. Zov Bitvy14. Sila Slavnyh

Die russische Pagan-Metal-Formation ARKONA um die beeindruckende Frontfrau Mascha existiert bereits seit dem Jahre 2002. Da die in russischer Sprache verfassten Alben naturgemäß hier nicht ohne Weiteres erhältlich sind, kann man froh sein, dass Vic Records nun die ersten drei Scheiben wiederveröffentlicht. Denn es wäre wirklich mehr als schade, wenn diese Silberlinge unbemerkt den Weg alles Irdischen gegangen wären. Der Start von ARKONA war wohl etwas holperig, denn kurz nach der Gründung haben einige Bandmitglieder recht schnell wieder das Weite gesucht. Vielleicht kamen sie mit der Dominanz der Frontsirene Mascha nicht klar? Diese hat jedenfalls schnell Nägel mit Köpfen gemacht und Musiker der Moskowiter Band ROSSOMAHAAR angeheuert, um das erste Album "Vozrozhdenie" einzuspielen.

Dominiert vom tiefen, kehligen Gesang von Mascha, die auch alle Songs komponiert und arrangiert hat, pendelt die Musik zwischen Folk Metal, Gothic und slawischem Pagan Metal. Immer sehr melodisch, kraftvoll und kernig. Instrumental kommt dem Synthesizer noch ein deutliches Gewicht zu, aber dankenswerterweise wurde dieser zielgerichtet eingesetzt, so dass die Sounds gar nicht mal billig oder gar schrottig wirken, sondern die Atmosphäre und Bildhaftigkeit der Stücke angemessen unterstützen können.

Noch im selben Jahr, nämlich 2004, und mit selber Besetzung wurde "Lepta" nachgeschoben, das mit denselben Pfunden wuchert, wie der Vorgänger: Selfmade-Woman Mascha (wieder verantwortlich für Texte und Musik) brüllt sich die Seele aus dem Leib und Blast Beats treffen auf slawische Folklore. Insgesamt wirkt die Scheibe nicht ganz so düster und unheilsschwanger wie der Vorgänger, indem die Melodik noch etwas stärker zum Vorschein kommt, insgesamt aber vielleicht auch ein wenig uneinheitlicher. Dafür gibt es hier ein längeres Stück mit Marena, das in sieben Minuten die gesamte Bandbreite von ARKONA vorzustellen vermag.

Ende des Jahres 2005 erschien dann "Vo Slavu Velikim", das bis dahin ambitionierteste und komplexeste Album von ARKONA und, zumindest von den vorliegenden Re-Releases, ihr Referenzwerk. Hier wurden die vorher benutzten Synthesizer vielfach durch originale Instrumente, wie Gaita (eine Art Dudelsack), Vargan (Maulorgel), Accordeon und weiterem Folkzubehör ersetzt. Dazu konnte man bekannte russische Folkmusiker wie Valdimir Cherepovskiy sowie Wolfenhirt und Hurry von der russischen Pagan Metal Band SVARGA mit ins Boot holen. Insgesamt wirkt hier die Mischung aus Folk und Metal noch runder und in sich schlüssiger, der Klang ist authentischer, was sich letztlich auch im Erfolg der Scheibe (Gold in Russland) niedergeschlagen hat. Dennoch ist ARKONA für hiesige Metalfreunde noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt und daher unbedingt eine Entdeckung wert - insbesondere "Vo Slavu Velikim". Wer also mal eine andere Variante des Pagan Metal mit slawischem Ursprung hören möchte und wer von Thors Donnergrollen und tobend tumben Wikingern die Nase voll hat, der ist hier an der richtigen Adresse.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 25.11.2008