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One More Shot
Tribal Tongue
One More Shot, Eigenvertrieb, 2006
Joey Monroe Lead Vocals, Bass, Rhythm Guitar, Backing Vocals
Gary Renshaw Drums, Percussion, Backing Vocals
Tag Graves Lead Guitar, Acoustic Guitar, Backing Vocals, Talk Box
Bryce Barnes Lead Vocals, Bass, Rhythm Guitar, Backing Vocals, Percussion
Gäste:
Rob Robinson Piano, Organ, Percussion
Ovid Stevens Slide Guitar
Harper Harmonica
Produziert von: Rob Robinson Länge: 28 Min 27 Sek Medium: CD
1. One More Shot (3:56)5. Until I Get To Heaven (4:34)
2. I Feel (3:26)6. Nothin' Stays The Same (4:53)
3. Can You Hear Me (When I Call) (4:11)7. I Ain't Gonna Tell You No More (3:07)
4. I Got Love (4:18)

Das Motto heißt "All-Star Southern Rock" und die Band verkauft sich vollmundig als "ehemalige Mitglieder von bzw. zusammen aufgetreten mit" Bands wie LYNYRD SKYNYRD, MOLLY HATCHET, BLACKFOOT, CHARLIE DANIELS BAND oder MARSHALL TUCKER BAND, aber wenn man genauer hinschaut, liegt genau in dieser Formulierung der Hase im Pfeffer, denn als ehemalige Mitglieder der genannten Bands sind sie nicht identifizierbar, zusammen aufgetreten sind sie dagegen ohne Zweifel, z.B. als Support oder aber in diversen Projekten wie den SOUTHERN ROCK LEGENDS, den SOUTHERN ROCK STARS oder HLUEBECK & FRIENDS, wo man dann möglicherweise tatsächlich zusammen mit Mitgliedern der Crème de la Crème des Southern Rock gejammt und gecovert hat.

Auf ihren Konzerten wird deswegen auch hauptsächlich gecovert, aber nicht nur, denn seit neustem können TRIBAL TONGUE mit einem eigenen Silberling aufwarten. Der kleine Taschenspielertrick mit den "Mitgliedern" sei ihnen hiermit verziehen, denn was sie uns auf "One More Shot" präsentieren, ist tatsächlich klassisch geprägter Southern Rock erster Güte. In den Credits der liebevoll gestylten CD bedankt sich die Band bei Rickey Medlocke und Al Nalli. Keine Ahnung, ob die zwei bei der Entstehung der CD mit Hand angelegt haben, wundern würde es mich jedoch nicht, beide haben in der Vergangenheit des öfteren Newcomern Starthilfe gegeben und die Affinitäten zu BLACKFOOT sind zumindest unverkennbar, was Riffing aber auch zum Teil die Vocals betrifft (Until I Get To Heaven). Die Harmonica Eröffnung a la Shorty Medlocke darf natürlich genauso wenig fehlen wie mehrstimmige Refrains oder einige schöne Twin Guitar Soli, wobei diese jedoch auch schon mal nach THIN LIZZY klingen (I Feel).

Produktion und Sound sind für eine Eigenproduktion erstaunlich gut, an den Reglern zeichnet immerhin der sechsfache Grammygewinner Roger Nichols verantwortlich, einziges Manko dürfte jedoch die Spielzeit von knapp 30 Minuten bei sieben Songs darstellen. Warum man eine ansonsten feine CD dadurch abwertet, ist mir ein Rätsel, es kann mir keiner erzählen, dass angeblich so gestandene Recken nicht mehr Material auf der Pfanne haben, zur Not packe ich halt noch ein paar Cover mit drauf.

Die CD gibt es für 12 Euro zzgl. 5 Euro Porto über die Homepage der Band, wo man sich die CD auch als Stream anhören, Video und Photos anschauen oder sonstige Infos abrufen kann. Anklicken lohnt sich und kost nix (im Gegenteil, allein das Covermodell ist jeden Klick wert, siehe unter Photos und dann scrollen).

Ralf Frank, (Artikelliste), 24.06.2006