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Jimi calls you...
Red House
Jimi calls you..., AVS-Records, 2006
Rolli Borchert Guitars
Reiner Gollan Drums
Timo Oehlke Bass, Vocals
Special Guests:
Martin Meier Keyboards
Thilo Fälski Saxophones
Produziert von: Borchert & RED HOUSE Länge: 49 Min 46 Sek Medium: CD
1. Jimi calls you (3:00)7. One more thing (5:17)
2. Far below (3:14)8. Down down (4:28)
3. Whiskey in the jar (4:24)9. Messin' with the kids (1:55)
4. Fallen future (6:41)10. Standing in the rain (3:42)
5. Blue mood in suicidial shoes (5:46)11. Red house (6:40)
6. B.S. Rock 'n' Roll (4:37)

Die Wurzeln von RED HOUSE reichen quasi zurück bis ins Jahr 1981, als ein paar Essener Jungs die Heavy Metal Band MAD BUTCHER aus der Taufe hoben. Es dauerte nicht sehr lange und mit MAD BUTCHER Mark II entstand das sog. Classic Line Up, u.a. mit Rolli Borchert und Reiner Gollan, welches sich bis in die 90er Jahre mit unzähligen Gigs und zwei respektablen Schwarzrillen eine treue Fangemeinde im In- und Ausland erspielen sollte.

1992 wurde es Zeit für eine Neuorientierung. Metalharry übergab den Bass an Neuzugang Timo Oehlke (der damit wahrlich auch mehr anzufangen wusste) und konzentrierte sich fortan auf den reinen Job als Rampensau. Axeman Sidney Keller verließ die Band in Richtung China (wo er angeblich chinesische Traditionals ins Metalgewand kleidet) und unter adaptiertem Logo beschritt man nun als LOUD 'N' PROUD mehr die Blues 'n' Boogie Pfade, ohne die metallischen Wurzeln jedoch gänzlich leugnen zu können.

Unzählige Gigs und einem zweiteiligem, ca. 100 minütigem TV-Special später, sollte 1995 der eingeschlagene Weg nun endgültig zum roten Haus führen. Metalharry verließ die Band und man entschied sich, in Zukunft als Blues-Rock-Trio klassischer Prägung die Ochsentour zu gehen.

Unzählige Gigs, unzählige Demos und mittlerweile sieben, meist im hauseigenen Tonstudio REINER SOUND produzierten, oder live mitgeschnittenen Silberlingen später, war es 2005 endlich wieder Zeit für eine offizielle Studioproduktion.

"Jimi calls you..." und RED HOUSE folgte dem Ruf gerne. "Bühne, live und improvisieren - das ist die Zauberformel" so die Band und genau dieses Feeling konnte man bei dieser Produktion im Studio einfangen.

Das RED HOUSE ein Faible für Jimi Hendrix haben, dürfte jedem bekannt sein, der die Band schon einmal live erlebt hat, "die permanente Neuerfindung von Jimi's Hey Joe" ist bei jedem Gig ein Highlight, aber auch dem RED HOUSE Newbie sollten sowohl bei Bandnamen wie Albumtitel ein Licht aufgehen. Sowohl der Titelsong als auch das Hendrix Cover lassen den Altmeister vor dem inneren Auge des geneigten Hörers lebendig werden und auch während der sonstigen Tracks bleibt seine Anwesenheit spürbar.
Aber noch weiterer Rolling Ghosts gesellen sich bei Whiskey In The Jar und Messin' With The Kids in die lockere Runde und werden vom Timo treffend interpretiert.
Damit aber genug gecovert, die restlichen Songs sind Eigenkompositionen, "vorrangig aus Borcherts gitarrenorientierter Gibson - Feder", wie uns RED HOUSE wissen lassen. Noch ein paar RH Zitate gefällig: "Master class Rock (and Roll)" oder "Virtuoso sound thunderstorm"? Dabei läuft einem doch das Wasser im Munde zusammen, oder? Und vor allem, es ist nicht einmal sonderlich geprotzt.
Als Trio konnten sich RED HOUSE tatsächlich aller Genrezwänge entledigen und jeder einzelne von ihnen seine technischen Fähigkeiten nicht nur einbringen sondern auch ausleben. Eine kleine Jazzeinlage am Schlagzeug mit Besen und allem pi pa po, ein Funkbasssolo, Instrumentalimprovisationen a la Frank Marino, das alles hätte es zu MAD BUTCHER Zeiten nie gegeben, bei RED HOUSE gibt es sie bei jedem Gig und jetzt auch in ansprechender Verpackung auf "Jimi calls you...".
Please call him back.

Ralf Frank, (Artikelliste) 22.08.2006