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Nachdem die neue PORCUPINE TREE ja schon ein Weilchen auf dem Markt ist und der Schreiber dieser Zeilen die neuen Songs teilweise auch schon live geniessen durfte (siehe Konzertbericht, gibt es nun einen Nachschlag in Form einer DVD-DTS-Surround-Ausgabe von "Deadwing". Dabei enthält diese neben einer 5.1-Audio-DVD-Spur einen DTS-5.1-Mix und einen PCM-Stereo-Mix. Leider sind meine diversen nicht so hochpreisigen Gerätschaften außerstande den DTS-Mix vollständig wiedergeben zu können, so dass ich dazu nichts sagen kann. Die nach einem kurzen animierten Film eingeblendete Menüaufstellung ist sehr übersichtlich und einfach zu handhaben. Man kann die ganze DVD ablaufen lassen, einzelne Titel anvisieren oder die Credits anschauen. Als Extras gibt es die drei Bonustitel Revenant, Mother And Child Divided und Half-Light, zwei Videos, nämlich den Trailer zu "Deadwing" und ein filmischer Einblick in die Aufnahmesessions, die Lyrics, drei Fotogalerien, Anmerkungen von Steve Wilson und Richard Barbieri zu den Songs sowie Links. Aber jetzt muss ich endlich auch noch ein paar Takte zur Musik loswerden. "Deadwing" setzt den auf "In Absentia" begonnenen Stilwandel konsequent fort, wobei weniger die einzelnen Songs im Mittelpunkt stehen (die bei "In Absentia" m.E. stärker, allerdings auch überragend waren) sondern das Album als Ganzes wirken soll. Es ist ja auch ein Konzeptalbum, mit allerdings nicht durchgehend transparenter Story, das von einem Toningenieur handelt, der sein Gehör verliert und erst allmählich wiedergewinnt. Der Auftakt mit dem Titelstück Deadwing ist regelrecht brachial und lässt einige alte PORCUPINE TREE-Fans und die "weichere" Proggie-Fraktion nachhaltig aufheulen. Denn nicht nur, dass der Song heftigste Gitarrenarbeit und dunkel-sperrige Vocals (u.a. von Mikael Akerfeld von OPETH) enthält, er hat auch gar keinen richtigen Refrain und dazu ein schreiendes Gitarrensolo von KING CRIMSONs Adrian Belew. Phänomenal der plötzliche Abbruch in der Mitte des Songs und die Kehrtwende in fast schon psychedelische Gefilde, bevor man nochmals donnernd Fahrt aufnimmt. Insgesamt wirkt "Deadwing" erst einmal düster, schwer zugänglich und überwältigt den Hörer nicht sofort wie das famose "In Absentia". Aber in der Tatsache, dass dieses Werk erst noch verdaut werden muss, indem es sich erst nach und nach erschließt, liegt natürlich auch der große Reiz und die Genialität eines Steven Wilson, für den es einfach keinen Stillstand zu geben scheint.
Music Consulting & Promotion haben uns ein Exemplar dieser Audio-DVD zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Wir wollten von Euch nur wissen, wo PORCUPINE TREE am 15.11.2003 gespielt haben (Stadt und Name der Location). Das war natürlich in Berlin in der Rockfactory Halford und korrekt recherchiert haben viele (nun ja, so schwer war es auch nicht, immerhin haben wir den Konzertbericht nur einen Klick entfernt). Ausgelost haben wir Michael aus München und der hat die Audio-DVD bereits im Briefkasten.
Ralf Stierlen, (Artikelliste), 07.06.2005
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