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Watching From The Safe Side
Philipp Fankhauser
Watching From The Safe Side, Sony BMG, 2006
Philipp Fankhauser Vocals & Guitar
Richard Cousins Bass
Tosho Yakkatokuo Drums & Percussion
Hendrix Ackle Grand Piano & Hammond B3
Marco Jencarelli Guitar Solo (Too Little Too Late)
Alan Mirikitani Guitar Solo (It's Over Now Baby)
Tom Peterson Tenor & Baritone Saxophone
Lee Thornburg Trumpet
Ira Nepus Trombone
The Sweet Inspirations: Portia Griffin, Myrna Smith, Estelle Brown Background Vocals on Time Stands Still
Produziert von: Dennis Walker Länge: 54 Min 43 Sek Medium: CD
1. It's Over Now Baby7. The Blues Don't Like The Crowd
2. Watching From The Safe Side8. Sunday Morning
3. Too Little Too Late9. Thomas & Rodney
4. Blues Ain't Nothin'10. Love Song
5. Time Stands Still11. Wish You Well
6. If You Ain't Been To Houston

Nun können Schweizer Fußballnationalmannschaften zwar mit einem Einzug ins Viertelfinale der WM überraschen, ihr Landsmann Philipp Fankhauser allerdings..., von dem sind wir finalreife Leistungen ja fast schon gewohnt.
Mit "Watching From The Safe Side" ist jetzt bereits das zehnte Album erschienen und erneut ist es ein tolles Album geworden, aufgenommen in Luzern und Los Angeles.
'Von der sicheren Seite' aus lässt es Philipp etwas ruhiger angehen und so sind die balladesken Titel hier in der Überzahl. Da aber seine Stimme zu den besonderen Vorzügen des Schweizers zählt, ist das eher noch förderlich und, ja, obwohl mir sonst die Fetzer die Liebsten sind, gefallen mir hier gerade die Nummern am besten, die so herrlich getragen grooven.

Eingeladen wird allerdings doch eher beswingt und da scharrt man zu It's Over Now Baby schon gerne mit den Füßen, während man sich an der Bar einen genehmigt. "Don't slam the door", ruf Phil seinem Girl noch hinterher, während er sie hinaus komplimentiert. Obwohl selbst ein sehr guter Gitarrist, geht Fankhauser damit sehr unprätentiös um und überlässt Soli gern mal einem Gast. So wie hier Alan Mirikitani, der sehr erfrischend einsteigt.
Dann geht's mit dem Titelsong schon langsamer zu Werke. Der wird sich aber nach spätestens zwei Durchläufen zum Dauergast in euren Gehörgängen machen. Believe it! Leider ist Watching From The Safe Side der einzige Song zu dem die Lyrics abgedruckt sind. Durchaus schade, denn es macht Spaß den einfallsreichen Texten zuzuhören, die sich fern von manchen 08/15 (Un-)Gereimtheiten in diesem Genre bewegen.
Gleich darauf wird noch eine Stufe zurück geschaltet, für das Love In Vain-gleiche Too Little Too Late. Da kann Philipp den ganzen Soul seines Gesanges einfließen lassen, der sich perfekt mit den Bläsern vereint und dem man mit gespannter Aufmerksamkeit folgt. Auch hier übernimmt ein Gastgitarrist das Solo, welches diesmal einfühlsam - Clapton ähnlich - von Marco Jencarelli gespielt wird.
Funkig wird wieder für mehr Tanzbewegungen gesorgt, mit . Ist jetzt nicht mein bevorzugter Stil, aber die klasse klingende Gitarre und der Gesang halten mich doch bei der Stange. Mit der Zeit erinnert mich der Song an etwas geglättete ALLMAN BROTHERS.
Eine weitere anrührend-ergreifende Ballade ist die Pianonummer Time Stands Still, bei der Phils Gesang noch gepusht wird von den Stimmen der 'Sweet Inspirations', die schon Elvis Presley von 1968 bis 1977 den passenden Background lieferten.
Boogie gibt's natürlich auch. Langsam bei If You Ain't Been To Houston und mit mehr Dampf bei The Blues Don't Like A Crowd. Es mag schon sein, dass einen der Blues eher übermannt, wenn man allein ist, aber umgedreht ist es eigentlich sehr wohl so, dass eine gewisse Menge schon den Blues mag. Umso mehr wundert es mich, warum Philipp Fankhauser in Deutschland so selten auf der Bühne zu sehen ist. Hat der Mann in den USA so viele Auftritte? Oder in der Schweiz? Oder schlafen die deutschen Promoter kollektiv? I don't know.
Aber ich weiß, dass hier ein richtig Guter am Werk ist, der mit diesem Album doch endlich mehr Aufmerksamkeit kriegen sollte.
Das unterstreichen auch die folgenden Songs, aus denen der "Talking-Blues" Thomas & Rodney mit seiner bedrückenden Stimmung heraussticht.
Der Love Song plätschert munter, ohne beliebig zu werden und mit Wish You Well winkt der Schweizer noch mal sehr soulig zum Abschied. Transportiert von sachten Bläsern und einer herrlich friedvollen Stimmung.

Ein durchweg zu empfehlendes Album.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 24.06.2006