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Mascot Records
A Drug For All Seasons
F5
A Drug For All Seasons, Mascot Records, 2005
Dale Steele Vocals
Steve Conley Guitar
David Ellefson Bass & Vocals
John Davis Guitar
Dave Small Drums & Percussion
Produziert von: Steve Smith Länge: 36 Min 23 Sek Medium: CD
1. Faded7. Dying On The Vine
2. Dissidence8. Hold Me Down
3. Fall To Me9. Defacing
4. A Drug For All Seasons10. X'd Out
5. Bleeding11. Look You In The Eyes
6. What I Am12. Forte Sonata

Beim Line-up der Gruppe F5, die mit "A Drug For All Seasons" ihr Debüt vorlegt, sticht natürlich der Name David Ellefson heraus. Dieser wird natürlich promotechnisch auch gehörig ausgeschlachtet, um die Aufmerksamkeit auf diese ansonsten noch aus eher unbeschriebenen Blättern bestehende Band zu lenken.
Dennoch muss man nicht erwarten, mit F5 einen MEGADETH-Klon vorzufinden. Vielmehr dominieren hier, trotz auch gelegentlicher Old School Metal Anklänge, ab und an auch mit leicht orientalischem Touch a la LED ZEPPELIN oder TEA PARTY, modern geschmiedete Töne, die aber ganz und gar nicht nach einem zwanghaften Hinterherhecheln irgendwelcher Trends klingen.

Unter dem angenehm unprätentiösen und vielseitigen Sänger Dale Steele türmen sich harte, aber entschlackte, geradezu abgeschliffene Klanggebilde, die erfreulicherweise nicht als Abziehbild irgendwelcher Vorbilder fungieren, sondern durchaus ein für ein Debüt erstaunliches Maß an Eigenständigkeit beweisen. Auch fällt auf, dass man bemüht ist, in den jeweiligen Songs zum Punkt zu kommen ohne sich zu verzetteln, wobei man diesem Ziel auch durchaus gerecht wird.

Vielleicht fehlt dieser Scheibe noch der absolute Überflieger-Song, auch wenn Dying On The Vine und das ambitionierte Look You In The Eyes durchaus ein wenig herausragen, aber es ist in jedem Falle ein solider Schaffens- und Qualitätsbeweis einer jungen, hungrigen und harmonisch wirkenden Band, die für alle, die Bands wie KORN, STATIC X, SLIPKNOT oder MUDVAYNE mögen, aber von dem einen oder anderen Release neueren Datums diesbezüglich enttäuscht waren, eine wirkliche Alternative.
Lediglich die doch etwas kurze Spieldauer trübt ein wenig den positiven Gesamteindruck - da darf es heutzutage doch gern ein bisschen mehr sein, es geht hier ja nicht um Punkrock. Ansonsten droht nämlich keine Suchtgefahr, wenn der Rausch gar so schnell vorbei ist.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 24.08.2005