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Kick Music
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Hepfidelity Records
Hear
Diesel
Hear, Hepfidelity Records/Kick Music, 2004
Diesel Vocals, Guitar, Cello, Bass
Lee Monloney Drums, Percussion
Richie Vez Bass
Rob Woolf Keyboards, Backing Vocals
Produziert von: Craig Porteils & Diesel Länge: 45 Min 38 Sek Medium: CD
1. Angel Face7. Don't Send Another
2. Faith & Gasoline8. I'm Here
3. Getta Kick9. On Your Sand
4. She's High10. Lotion
5. Brighter Than The Sun11. The Embers
6. Battleworn12. I Wanna Fly

Dacht ich mir's doch, dass es sich bei Diesel um Johnny Diesel handelt, der mit seinen INJECTORS anno 1989 ein ganz feines, rockiges, Debüt-Album im Stile eine Bryan Adams ablieferte.
Mittlerweile hat sich natürlich einiges geändert und mit der Verkürzung des Namens auf Diesel ging auch eine "Modernisierung" einher. Ich schau ja nicht so viel MTV oder VIVA aber einige der Songs auf "Hear" sollten auch da problemlos rotieren.

Bereits Angel Face geht straight durch die Gehörgänge auf den Knopf mit der Aufschrift "Hit". Ausgestattet mit einem modernen Beat und einem mitreißenden Refrain, der mich etwas an Rick Springfield erinnert, sind die besten Vorraussetzungen geschaffen. Na ja, für die aktuelle Jugend vielleicht etwas zu rockig.
Aber Faith & Gasoline sollte es doch schaffen. Das kommt mit einem leichten Hip-Hop Groove und mit einer Akustikgitarre und einem Gesang der sehr an die Balladen-Hits der RED HOT CHILI PEPPERS angelehnt ist.

Wenn ich "programming" lese, stellen sich mir immer etwas die Haare auf. Gotta Kick ist einer von zwei Titeln auf diesem Album, bei dem diese "Technik" verwendet wurde. Entsprechend könnte dieser Titel bestimmt auch auf einem Album von, na ja, sagen wir Anastascia oder Joan Osborne sein. Es ist also schon sehr gut gemachte Pop-Musik. Mir halt etwas zu poppig.
Abzweigung genommen und Richtung England abgebogen. She's High kreuzt voll im Fahrwasser der Britpop-Acts, a la OASIS und wer sich sonst noch so bei den BEATLES bedient hat.
Brighter Then The Sun ist wieder in einem aktuelleren Rhythmus gehalten und absolut chartstauglich. Das ist in keinster Weise abwertend gemeint, selbst ein Rock'n'Roller wie ich kann sich diesem Beat kaum entziehen.

So pendelt "Hear" zwischen verschiedenen Einflüssen, die wie bei Battleworn (welches für mich zu absoluten Highlights gehört) gern mal aus dem U2 Lager bezogen werden, oder eben auch bei besagten PEPPERS. Das Ganze hin und wieder mit aktuellen Grooves (auch wenn das Album schon von 2002 ist) und Sounds vermengt, ergibt eine absolut interessante Mischung die wahrscheinlich wieder mal viel zu gut gemacht ist um die verdiente Beachtung zu kriegen. Wahrscheinlich fehlt nur das passende Video oder etwas Radiopräsenz...

Epi Schmidt, (Artikelliste), 27.06.2004