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Smilodon
Up The Rock
Diamond Dogs
Up The Rock, Smilodon, 2006
Sulo Vocals
Jesper Karlsson Drums
Mats 'Magic' Gunnarsson Sax
Johan Johansson Bass
Hernik Widén - the Duke of Honk Piano, Organ & Percussion
Fredrik Fagerlund Guitars
Produziert von: Thomas Skogsberg Länge: 39 Min 42 Sek Medium: CD
1. Generation Upstart7. Closest I Ever Been To Memphis
2. We May Not Have Tomorrow (But We Still Have Tonight)8. You Got Nothing On Me
3. Down In The Alley Again9. Come Easy Come Slow
4. Acting Singles10. Put Your Hands Together
5. Turning A Shack Into A Chapel11. If I Ever Fall In Love With You
6. Where Are You Tonight12. Make It To The Shore

Die Vorabinfos von Sulo im Interview das er mir letztes Jahr in Stuttgart gab, waren offensichtlich schon sehr präzise, denn "Up The Rock" als Albumtitel trifft ebenso zu, wie BACKYARD BABIES Produzent Thomas Skogsberg an den Reglern, Ex-DIAMOND DOG Gitarrist 'Boba' Anders Lindström als Gastgitarrist und auch der angekündigte Stil a la Frühsiebziger Glam- und Party-Rock passt.
Zudem hat dieses Album mit knapp 40 Minuten zeit- und stilgerecht eher LP-Länge. Die Burschen lassen auch nix aus...
Dann wollen wir auch nicht viel Zeit verstreichen lassen und uns von Generation Upstart den richtigen Startpilot verpassen lassen. Der 'Duke of Honk' klimpert uns das Boogie-Intro und ein paar Sekunden später sind wir mittendrin, in der 70er Rock'n'Roll Party. Die SPIDERS FROM MARS klingen mächtig SWEET und springen vergnügt zur eingängigen Hookline durcheinander, während der Rest fröhlich-sinnentleert beim La-La-La mitkräht. Die Party ist angerichtet.

Und nachgelegt mit We May Not Have Tomorrow (But We Still Have Tonight), das noch eine Spur flotter rockt und stellenweise an die Good-Time-Boogies von STATUS QUO erinnert - nur besser!
Ja, es stimmt alles wie von Sulo vorhergesagt und auch die Melodien preschen einem noch ungestümer als sonst ins Ohr und bleiben mit tausend Widerhaken drin baumeln. Der treffende Textauszug: "Maybe it's twenty years too late, but it still fells alright!" Yes!
Tja, entsprechend geht's weiter und auch Down In The Alley Again läuft nicht aus dem Ruder. Sulos rauer Jagger/Stewart-Gesang reißt einen bei jedem Lied aufs neue mit und seine Kollegen streiten sich, ob jetzt die Gitarre, die Orgel oder das Saxofon die bessere Melodie beisteuert. In diesem Lied siegt jedenfalls das Sax.
Oh Mann, da kriegt man so eine Lust auf ein Konzert dieser Band, so dermaßen geht die Gaudi hier ab. Schnell vielleicht noch ein paar Sterne ins Gesicht geklebt ein paar Glitzerklamotten übergezogen, die alten SLADE-, T. REX-, MOTT THE HOOPLE- und Ian Hunter-Platten entstaubt (nur zum ansehen, denn der Soundtrack läuft ja hier) und rein ins Getümmel.
Bei Turning A Shack Into A Chapel marschieren wir stampfenden Fußes mit, klatschen im Takt und den Refrain haben wir auch im Handumdrehen drauf. Gott, was muss da im Konzert abgehen.

Klar, ein Päuschen braucht es auch mal und wie könnt man sich cooler an die Bar stellen und in ein Glas Whiskey philosophieren: Where Are You Tonight?
Nach dieser Stärkung ist wieder Zeit Gas zu geben und wieder schwenken die Arme durch die Luft und auch wenn uns Sulo erzählt The Closest I Ever Been To Memphis, weiter wollten wir doch nie kommen!
Oh yeah, der Spaß bekommt ständig neues Futter. Bei You Got Nothing On Me könnte man auf SLADE schwören oder sich über einen MUD Stampfer freuen. Cooler Girl-Backgroundgesang, pushendes Saxofon und einfach Rock'n'Roll pur. Baby, Baby!
Come Easy Come Slow könnte man als Ray Davies Piano-Trinkballade verkaufen, würde der KINKS-Frontmann sich für solche Lieder hergeben. Uns kann es wurst sein und wir fallen einfach in den süffigen Refrain mit ein.
Aha, Motorräder waren offenbar auch in Reichweite. Also, let's go motorbikin'.
Put Your Hands Together, der Aufforderung hätte es gar nicht Bedurft, so animierend ist der Song. Ja, auch mit einer akustischen Gitarre kann man einen ordentlich treibenden Rhythmus spielen.
Nach einer weiteren, fröhlichen Mitheul-Ballade namens If I Ever Fall In Love With You kehrt uns Make It To The Shore so voller guter Laune aus dem Saal, dass wir auf dem Absatz kehrt machen und so lange an die Tür hämmern, bis uns ein weiterer Generation Upstart beschert wird.

Wow! Man darf ja nie so viel drauf geben, was Künstler über ihr kommendes Werk preisen, aber da hat Sulo eher noch untertrieben. Ich würde "Up The Rock" jetzt nicht als allein bestes aller DIAMOND DOGS Alben bezeichnen, aber eine herausragende Stellung nimmt es zweifel- und problemlos ein.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 28.09.2006