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Doomsday Comfort
Deathbound
Doomsday Comfort, Dynamic Arts Records, 2005
Kai Vocals
Pete Guitar
Q Bass
Sani Drums
Produziert von: Mieszko Talarczyk Länge: 33 Min 16 Sek Medium: CD
1. Ghost Among The Dead8. I God
2. Doomsday Comfort9. Spill The Blood
3. Extinct10. In The Mud
4. Inside The Nothingness11. Hell Today No Tomorrow
5. Chokehold12. Remake The Improved
6. Take Left13. Gasmask
7. For The Rats!

Heißa, hier gibt es auf die Zwölf. Das vom früheren NASUM-Frontmann Mieszko Talarczyk (der bei der Tsunami-Flutkatastrophe ums Leben gekommen ist) abgemischte zweite Album des finnischen gnadenlosen Vierers macht wirklich keine Gefangenen und knüppelt Death Metal und Grindcore der allerderbsten Art in die unschuldige Natur. Wer hier die ersten drei Stücke Ghost Among The Dead, Doomsday Comfort und Extinct auseinanderhalten kann, der schafft auch ein Puzzle mit einem Schwarzen Loch als Motiv oder kann gar die Songs von STATUS QUO voneinander zu unterscheiden.
[Ich lass mir das nicht gefallen, ich lass mir das nicht mehr länger gefallen, ich stampf jetzt mit den Beinen auf den Boden; Schmidtlein]

Der, ähem, Sänger Kai Jaakkola, ansonsten noch bei THE DUSKFALL und DAWN OF RELIC in sicherlich ungesunder Mission unterwegs, klingt wie ein angeschossener Wolf mit Kehlkopfkrebs und beim Drummer Sani (irgendwie will man denselben rufen bei dieser Scheibe), ist man nicht sicher, ob er tatsächlich trommelt, oder mit einer Uzi auf sein Drumkit feuert. Bassist Q muss über einen Daumen verfügen, der so dick ist wie ein Oberschenkel von Gerd Müller zu seinen besten Zeiten und Gitarrist Pete - nun ja, sein waffenscheinpflichtiges Spiel ist nicht unbedingt subtil zu nennen. Also alles wie gehabt im Grindcorebereich. Immerhin groovt bei Inside The Nothingness der Bass in leichter Thrash Metal-Manier, aber das bleibt doch eine Ausnahme.

Höhepunkt ist I God, bei dem in 32 Sekunden das Geprügel aufs Wesentlichste reduziert wird, quasi eine Art Death-Metal-Brühwürfel. Irgendwo ist das ganze durchaus physisch beeindruckend, aber doch ziemlich eintönig, so dass man nach den etwa 33 Minuten froh ist, alles überstanden zu haben, ohne größere Schäden davonzutragen. Nur für im wahrsten Wortsinne ganz harte Grindfans halbwegs geeignet.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 24.01.2006