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Your Drug Of Choice
Cosmic Ballroom
Your Drug Of Choice, Roasting House Records, 2005
Johnny Fjalar Guitar, Vocals
Ziggy Vocals, Guitar
The Nilz Vocals, Bass
Pound Rick Drums
Produziert von: Anders Theander Länge: 40 Min 01 Sek Medium: CD
1. Barely Legal7. Painprovider
2. Dead Generation8. Misery
3. Celebration9. Not The End Of My World
4. Kill My Darlings10. Don't Let Me Go This Way
5. She's Not The Only One11. Happy Drunk
6. Time And Again12. Psycho

Entweder haben die Schweden das Modell "School of Rock" schon in die Tat umgesetzt oder da laufen irgendwelche fiesen Klonexperimente von durchgeknallten langbärtigen, mit Sonnenbrillen, Nietenarmbändern und "Hellacopters-T-Shirts" versehenen "Wissenschaftlern", die einen Schweinrocker nach dem anderen produzieren. Anders ist es nicht zu erklären, dass aus einem Land mit derartig hohen Alkoholpreisen so viele Musiker kommen, die dem Hang zum Schnellen, Harten und Lauten frönen.
[Der Schweinrocker? Die Redaktion ist da auch gern mal beleidigt!]

Auch COSMIC BALLROOM zelebrieren Rotzrock und Punk'n'Roll, haben bestimmt das eine oder andere KISS-, RAMONES- aber auch GUNS 'N' ROSES-Poster zu Hause und lassen die Schwarte richtig krachen. Mit noch etwas mehr Punkrock-Anteil als beim Vorgänger "Stoned Broke & Ready To Rumble" und deutlich frischer und unverbrauchter als die letzten Werke der BACKYARD BABIES oder THE HIVES ist "Your Drug Of Choice" die optimale Partyscheibe für die gesamte Rockerfamilie.

Langeweile kommt auch nicht auf, da außer dem armen Drummer Pound Rick alle mal ans Mikro dürfen um ihr Adrenalin wegzubrüllen, gerne auch mal mehrstimmig kanalisiert. Die Mucke, die da aus den Boxen dröhnt, hat mitunter ganz schön Speed (Barely Legal), ist aber auch mal midtempo-stadiontauglich und vereint das Beste aus den Welten Punkrock, Schweinerock, 80er Jahre Sleaze Rock und rollt und groovt dabei beträchtlich.
Was COSMIC BALLROOM auszeichnet, ist die enorme Begeisterung und Spielfreude, mit der sie hörbar zu Werke gehen und die sich auf den Hörer ohne weiteres überträgt. Der Rest Schwedens, aber auch die zuletzt deutlich schwächelnde norwegische Konkurrenz TURBONEGRO oder GLUECIFER wird aufpassen müssen, dass ihnen die Jungs aus Eskilstuna nicht den Rang ablaufen.
Andererseits ist bekannt, dass unter den abertausenden skandinavischer Kick-Ass-Rocker in der Regel ein kollegiales bis freundschaftliches Verhältnis gepflegt wird, so lange nur genügend zu Trinken auf dem Tisch steht.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 24.06.2005