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Morgana Records
Coogans Bluff
Coogans Bluff
Coggans Bluff, Morgana Records, 2006
Freako Bateman Vocals
Cliff Guitar Guitar
Johnny Hotrod Bass
TC Porno Drums
Produziert von: Olli Wong, Andi & Coogans Bluff Länge: 24 Min 25 Sek Medium: EP
1. Jimmy4. It's A Dogslife
2. Devil Says Hey5. Rock Socks
3. Snowballfight6. Do You Love Me?

Woran denkt man gewöhnlich, wenn man den Namen des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern hört? An einige touristische Highlights wie Rügen mit seinen Kreidefelsen, natürlich die Ostsee, eine Vielzahl landwirtschaftlich genutzter, weiter Felder und vielleicht noch an Jan Ullrich und Klaus Störtebeker. Im Zusammenhang mit Rockmusik kommt einem das nordöstlichste Bundesland eher nicht in den Sinn. Dabei hat man da wirklich vielversprechendes zu bieten, kommt doch aus Rostock mit COOGANS BLUFF eine junge Band, die Rock mit richtig Schmackes (der Spanier würde jetzt was mit "cojones" sagen) macht und insbesondere live zu überzeugen weiß.

Klangen sie früher noch ziemlich verschärft nach Stoner der Marke FU MANCHU oder UNIDA, ist die brandneue, selbstbetitelte EP ein großer Satz in Richtung eigene Fußspuren geworden. Sie entstand übrigens unter den Fittichen von Olli Wong, dem geübten Hooked-On-Music-Leser als Gitarrist der fabelhaften OJO ROJO ein Begriff, der nicht nur ein gefragter Saitenartist aus der Hauptstadt ist (Stichworte: ELECTRIC LIZARD oder GODS OF BLITZ), sondern auch ein hübsches kleines Tonstudio unterhält, indem auch diese Scheibe entstanden ist.

Es gibt Testosteron-Rock vom Allerfeinsten, mal mit höchster geschwindigkeit auf die Zwölf (Jimmy), mal mit sattem Gebratze wie bei Devil Says Hey und Rock Socks irgendwie an die besten Zeiten von THE CULT erinnernd (meiner Meinung nach war die bis zur Scheibe "Sonic Temple"), sprich: harter, knackiger, eingängiger Rock der Marke "zeitlos". Sehr schön auch die psychedelischen Einflüsse und der Soloausritt von Cliff Guitar bei It's A Dogslife.

Druck, Energie und ungestüme Leidenschaft, die aber in die richtigen Bahnen gelenkt wurden, zeichnen die rundum gelungene Scheibe aus. Natürlich ist sie mit knapp 25 Minuten gerade mal ein Appetizer für deutlich mehr von COOGANS BLUFF. Denn live sind die vier Jungs sowieso mehr als die sprichwörtlich steife Brise von der Küste, sondern werden ganz leicht zum unwiderstehlichen Tornado, der einen leicht wegfegen kann.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 26.06.2006