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Quarterstick Records
Feast Of Wire
Calexico
Feast Of Wire, Quarterstick Records, 2003
Joe Burns Guitar, Upright Bass, Accordion, Percussion, Cuatro, Cello, Orchestra Bells, Pump Organ, Mandolin, Bowed Banjo, Vibes, Synthesizers, Melodica, Vocals
John Covertino Drums, Percussion, Piano
Paul Niehaus Pedal Steel
Jacob Valenzuela Trumpet
Martin Wenk Trumpet, Accordion
Produziert von: Joe Burns, John Covertino & Craig Schumacher Medium: CD
1. Sunken Waltz11. Across The Wire
2. Quatro (World Drifts In)12. Dub Latina
3. Stucco13. Güero Canelo
4. Black Heart14. Whipping The Horse's Eyes
5. Pepita15. Crumble
6. Not Even Steve Nicks.16. No doze
7. Close BehindBonus Tracks:
8. Woven Birds17. Corona
9. The Book And The Canal18. Si Tu Disais
10. Attack El Robot! Attack!19. Fallin' Rain

Ihre mittlerweile vierte CD liefern die "Wüstenrocker" von CALEXICO mit "Feast Of Wire" ab.
Der Begriff "Rock" muss da natürlich schon recht weit gedehnt werden. Tatsächlich nimmt die "Wüste" viel mehr Raum ein. Wer also ein Fan von GIANT SAND, bzw. Howe Gelb oder auch Rich Hopkins ist, findet hier reichlich Material. Ansonsten klingt vieles, ob seiner Atmosphäre, nach "Soundtrack" für einen, sagen wir - Wim Wenders Film.
Drehort ist, wie bei Calexico üblich, der Grenzbereich zwischen Amerika und Mexico. Close Behind ist ein hervorragendes Beispiel dafür.
Oft genug geht's natürlich auch reichlich schräg, im Tom Waits-Stil, zu Werke - etwa bei Sunken Waltz.

Zunächst mal erschreckt mich das Display meines CD-Players: 34 Songs?!!
Tatsächlich sind aber nur 19 Songs zu hören. Die Tracks 17 bis 31 bestehen einfach aus ein paar Sekunden Stille. Macht für mich keinen Sinn! Etwas "Auszeit" vor den Bonus-Tracks - okay, aber 15 "Songs"?
Vielleicht liegt's ja auch am Kopierschutz!
Dann kommt das recht traditionell-mexikanische Corona (wunderschöne Pedal-Steel von Paul Niehaus!), das tatsächlich Fiesta-Stimmung aufkommen lässt und Lust auf ein Bier macht. Muss ja nicht unbedingt "Corona" sein...
Mehr für die ausklingende Nacht ist das folgende Si Tu Disais, dass auch in jeden Sergio Leone-Western gepasst hätte.
Noch etwas ruhiger wird es bei der bittersüßen Ballade Fallin' Rain.

Davor ist reichlich Schwermut angesagt. Etwa bei The Book And The Canal (obwohl nur instrumental) oder auch dem folgenden Attack El Robot! Attack! (gleichfalls).
Ab und an immerhin eine dieser schmissigen Tex-Mex-Balladen (mit diesen wunderbaren Trompeten) wie Across The Wire.
Trotzdem bleibt die düstere Grundstimmung dieses Albums erhalten. Zaubert zwar eine unvergleichliche Atmosphäre in den Raum, selbst wenn die Sonne nicht scheint, und ist trotzdem für depressive Zeitgenossen mit Vorsicht zu genießen.

Der Rest kann sich durchaus von diesem Sound einfangen lassen (auch wenn's hin und wieder etwas "experimentell" wird) und möglicherweise hat man hier den Nachfolger für die "Buena Vista Social Club"-Welle gefunden.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 27.04.2003