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Nois-O-lution
Extra Fingers
CDOASS
Extra Fingers, Nois-O-lution, 2006
Anders Pietsch Vocals & Guitar
Peter Nilsson Bass & Vocals
Andreas Jonsson Keyboards & Synthesizers
Daniel Hagman Sampler & Percussion
Christian Orcano Drums & Backing Vocals
Produziert von: Christian Falk Länge: 35 Min 42 Sek Medium: CD
1. A Taste Of Boredom In The Sun7. The Thin Air
2. Tivoli8. The Correct Use Of Failure
3. I Spy9. Chemicals
4. Elevator Shaft10. Counting Numbers
5. A Fair Resort11. Atomic Stitch
6. Speak To Me12. You Will End Up On The Covers

Tja, die Schweden sind schon ein außergewöhliches Völkchen. Erst richten sie praktisch ganz Mitteleuropa mit ihren, sagen wir mal Möbeln ein, dann retten sie so nebenher die Rockmusik mit Bands wie den THE HELLACOPTERS, BACKYARD BABIES oder THE HIVES bevor sie jetzt als Brutstätte für abseits des Mainstream wuchernde Popmusik gelten müssen, siehe MONEYBROTHER, THE CARDIGANS oder ESKOBAR.

Irgendwo zwischen Disko und Punk, mit ganz viel rappeligem Wave der achtziger im Haar und funkiger Elektronik in den Klamotten tauchen nur CDOASS auf. CDOASS? Ja, das steht nämlich für "Corporate Dancefall Of A Subjective Sister", damit das auch ein für allemal geklärt ist. Mit ihrem schwer tanzbaren Longplay Debüt "Extra Fingers" präsentiert sich der Fünfer um Anders Pietsch als neuzeitliche, chamäleonhafte Quersumme aus WIRE, DEVO, GANG OF FOUR und den TALKING HEADS aus deren Frühphase. Das knallt, quietscht, zischt, rumpelt und ist mit seiner entwaffnenden Naivität und erfrischenden Unbelecktheit sowie einem unerschütterlichen Mut zum Trash einfach nur sympathisch.

Ganz egal, ob das nun das nächste große Ding aus Schweden wird oder der Hype, auch entfacht durch die Resonanz unter den Kollegen im eigenen Lande, die sich nicht nur begeistert äußern, sondern auch am Entstehen dieser Scheibe mitgeholfen haben (wie die CEASARS oder PADDINGTON DC), wieder verblassen sollte: diese Scheibe macht einfach nur Spass und ist der ideale Zeitreisen-Soundtrack für alle, die von der Aufbruchstimmung des Wave aufgrund später Geburt nichts mitbekommen oder aber noch immer nicht genug bekommen haben. Und natürlich auch für Clubgänger, denen viele britische Bands etwas zu berechenbar geworden sind.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 28.03.2006