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Shangri-La
Brother Ape
Shangri-La, Progress Records, 2006
Stefan Damicolas Vocals & Guitar
Gunnar Maxén Bass, Keyboards & Backing Vocals
Max Bergman Drums & Percussion
Hansi Cross Backing Vocals (on New Shangri-La)&, Synthesizer (on Beams)
Viktor Rundlöf Narration (on Meatball Tour)
Produziert von: Hansi Cross & Brother Ape Länge: 57 Min 56 Sek Medium: CD
1. New Shangri-La7. I'll Be Going
2. Lunatic Kingdom8. Tweakhead
3. Umbrellas9. A Reason To Wake
4. Inside You10. Meatball Tour
5. Beams11. Timeless For The Time Being
6. Monasteries Of Meteora12. Shangri-La

Die drei Schweden mit dem etwas eigenartigen Bandnamen bringen schon nach relativ kurzer Zeit ihr zweites Album bei Progress Records heraus, nachdem 2005 das mir leider unbekannte Debüt "On The Other Side" erschienen war. Auf "Shangri-La" gibt es Retro Prog mit Folkeinschlag, sehr entspannte und locker-flockige Fusion, die gerne auch mal an derartige Werke aus den USA der sibeziger erinnern und einen leicht souligen Unterton haben. Außerdem zitiert man gerne auch die 60er und gibt zwischendurch ordentlich Gas: bei Inside You pumpt der Bass das Stück zu einem richtig rockigen Kaliber der schnellsten Bauart auf.

Beams nimmt das Tempo wieder etwas heraus und erinnert fast an die mittlere Phase von CHICAGO und wird mit einem schönen und ausgiebigen Gitarrensolo zwischen STEVE HACKETT und Steve Howe veredelt, bevor man auf der Zielgeraden des Songs gar etwas düster-rockig wird. Das darauf folgende Monasteries Of Meteora erinnert an die ruhigen Sphärenklänge eines Pat Metheny, bevor I'll Be Going wieder in sanfte, geradezu popige Fusiongefilde entführt.

Das kurze, jazzrockige Instrumental Tweakhead leitet zu der Ballade A Reason To Wake über. Meatball Tour kommt wieder etwas lebhafter (es weht gar ein Hauch Südamerika durch das Stück) daher, bringt ein Comeback des Moog-Sounds, eine ganz hübsche Bridge mit Erzähler und einem wiederum sehr hörenswerten, flüssigen Solo von Damicolas. Das sehr gelungene Timeless For the Time Being bietet wieder bei sehr entspanntem Grundrhythmus einige Tempovariationen und unkonventionelle Schlenker, bevor Shangri-La einen ruhigen, halbakustischen Abschluss bildet.

Eine sehr relaxte Scheibe mit reichlich eingängigem Ohrenfutter zwischen Neo Prog, Jazzrock-Fusion und Melodic Rock mit Bezügen zu den 60ern und 70ern, dabei mit vielen frischen Ideen sollten BROTHER APE allen zusagen, die auch an JADIS, SAGA oder auch den guten alten STYX Gefallen finden.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 15.09.2006