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Movement And Detail
Bolt
Movement And Detail, 10 T Records, 2006
W. Heyward Sims Guitars, Bells, Keyboards, Loops, Percussion & Vox
Geoff Maxey Bass, Casio & Vox
Bill Elliott Percussion
Produziert von: Steve Slavich & Bolt Länge: 47 Min 30 Sek Medium: CD
1. The Devil's Paintbrush7. Vendetta
2. Stryker8. Knocking On 9
3. Anaphase9. Vanilla
4. Variables10. Solar
5. Invasion11. Kick
6. Skydiving With A Life Preserver

Ein rein instrumentales Prog-Album, so etwas kann anstrengend, langatmig, ja im schlimmsten Fall eine nervtötende Art der Körperverletzung sein, oftmals ist es einfach ein Muster ohne Wert. Handwerklich untadelige Hochleistungsschau, Gefrickel bis der Arzt kommt, rhythmische Wendungen, dass jedem Normalsterblichen Hören und Sehen vergeht. Nicht so aber hier, nicht so bei BOLT aus Georgia mit "Movement And Detail".

Die drei Musiker um W. Heyward Sims schaffen tatsächlich die Quadratur des Kreises, nämlich komplex und dabei doch kompakt zu sein, düster und melodisch, knackig rockig und doch metrisch anspruchsvoll. Das Hauptplus ist dabei die Dichte der Songs, die Fähigkeit von BOLT zur Selbstreduktion und Beschränkung auf das Wesenliche, eine Effizienz die man gerade im Prog-Bereich mehr als selten findet. Auch wenn es mal jazzrockig wird (Knocking On 9) fransen die Songs nicht aus oder werden zu unnötig ausufernden Epen. Alle Ideen und Experimente werden zu Ende gebracht, aber nicht überstrapaziert, die durchschnittliche Dauer der Songs liegt bei viereinhalb Minuten. In dieser Zeit schaffen es BOLT immer, auf den Punkt zu kommen.

Gelegentlich ganz leicht orientalisch angehaucht (The Devil's Paintbrush), oft etwas dunkler gefärbt (Stryker oder Variables), auch einmal funky (Vanilla) oder spacig (Solar) mitunter auch als eine Art Power-Pop-Prog (Kick), wirkt das alles äußerst frisch, spielfreudig und mit Biss dargeboten.

Gewissermassen Prog in mundgerechte Häppchen gebracht, saftig und knackig serviert, verbindet BOLT das beste aus den Welten Prog Rock, Post Rock und (Indie) Pop, ein wenig an die 80er Jahre von KING CRIMSON erinnernd. Eine wirklich sehr erfeuliche, erfrischende Scheibe.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 17.08.2006