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in-akustik
The Quiet Side Of
Blues Company
The Quiet Side Of, in-akustik, 2006
Todor "Toscho" Todorovic Guitar & Vocals
Mike Titre Guitar, Dobro, Harp
Ollie Gee Bassguitar
Florian Schaube Drums
Gäste:
Robert Kretzschmer Grand Pinao (Members Only & Out Of My Mind)
Andreas Müller Upright Bass (Out Of My Mind)
Christian Rannenberg Grand Piano (Christmas Eve In Germany & Give Me Back My Life)
Markus Paßlick Percussion (Cold Rain, Crippled Mind & Members Only)
Produziert von: Bernhard Roessle Länge: 109 Min 02 Sek Medium: Do-CD
The Quiet Side Of Blues Company:
1. The World Is Mad7. Pension Blues
2. Christmas Eve In Germany8. Out Of My Mind
3. Members Only9. Cold Rain
4. (They Called Him) Muddy Waters10. Place To Rest
5. Chanel No. 511. Give Me Back My Life
6. Crippled Mind12. My Funny Valentine
30 Years Of Blues Company:
1. What's Wrong?7. Blues Is My Middle Name
2. Toscho's Boogie8. Run Your Finger Through My Hair
3. Bad Decision9. Dinner At Woolfies
4. Blow Jay Blow10. The River
5. Sweet Frisco Blues11. Same Old Feeling
6. Rich Man's Blues

Am 21. Mai 1976 hat die BLUES COMPANY ihren ersten Auftritt gespielt und somit steht das 30jährige Jubiläum der Band an. Das wird mit einer entsprechenden Tour gefeiert und der entsprechende Tonträger muss natürlich auch sein.
Gründer und Firmenboss Todor "Toscho" Todorovic kann fast schon auf ein 40jähriges Dasein im "Schatten des Blues" zurückblicken, aber dass er die erfolgreichste deutsche Bluesband über einen solch langen Zeitraum am Leben erhalten kann, hätte er wohl selbst kaum gedacht. Der Weg war lang, auch oft beschwerlich und hier und da ist man auch mal gestrauchelt, wie etwa mit dem deutschsprachigen Album "Ich hab' den Blues schon 'n bisschen länger" (1982).
Von Coverversionen ist Toscho mit seiner Band, was Studioaufnahmen angeht, bald abgerückt, denn, wie er gegenüber dem 'Blues Power' Magazin (Ausgabe Nr. 5, 1993) klarstellt: "Wenn jemand den Stormy Monday Blues hören will, kann er das wesentlich besser von T-Bone Walker serviert bekommen als von mir; den muss ich nicht noch mal bringen." So hat der staatlich geprüfte Gitarrenlehrer sein eigenes Ding gestrickt und als er mit seiner Band Anfang der 1990er Jahre von in-akustik unter Vertrag genommen wurde, wurde die BLUES COMPANY für die jahrelangen, umfangreichen Tourneen belohnt.

Zusammen mit der Band sind auch die Fans in die Jahre gekommen und man tendiert doch eher zu ruhigeren Tönen, was wohl die Wünsche nach einem Akustikalbum mehrte und letztendlich zu "The Quiet Side Of Blues Company" führte.
Oh je, will es mir entfahren, ist mir doch der Stil der Band öfters zu glatt. Und natürlich geht's auch hier kontrolliert zu und überschäumende Emotionen bleiben am Zügel. Trotzdem, nach ein, zwei Durchläufen klingt das doch richtig gut. Der Sound ist klasse, als würde die Band mit im Zimmer sitzen und zwischen Slow Blues (Christmas Eve In Germany), Balladen a la Clapton (Members Only), ursprünglichen Mississippi Blues ([They Called Him] Muddy Waters) - das "Maaan" bekommt der Toscho sehr Muddy-like hin - und Jazz-Crossover, wie bei Out Of My Mind unterhält das Album doch richtig gut.
Den Pension Blues hat zwar Toschos Mami, aber die Band ist davon offensichtlich noch weit entfernt. Immer, wie gesagt, unter dem Gesichtspunkt, dass die BLUES COMPANY noch nie für Rabaukentum stand.

Einen kleinen Überblick über die Alben seit 1988, also seit "So What?", bietet die Bonus-CD. Das ist zwar nicht repräsentativ, aber von jedem Album einen Track mitzuliefern ist doch eine nette Idee. Nach all dem akustischen Blues tut einem die raue Slide-Guitar des unvergleichlichen Louisiana Red, Gast bei What's Wrong, so richtig gut. Der beste Titel des Albums!
Doch auch die anderen Aufnahmen überzeugen größtenteils, wovon mir vor allem die Livemitschnitte gefallen. Da könnte man sich die Band auf ihrer Jubiläumstour schon mal ansehen.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 09.04.2006