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A Cruel World
Bloodsimple
A Cruel World, Reprise Records, 2005
Tim Williams Vocals
Mike Kennedy Guitar
Kyle Sanders Bass
Nick Rowe Guitar
Chris Hamilton Drums
Produziert von: G.G. Garth & Bloodsimple Länge: 44 Min 54 Sek Medium: CD
1. Straight Hate7. Running From Nothing
2. Path To Prevail8. Cruel World
3. What If I Lost It9. Flatlined
4. Blood In Blood Out10. Falling Backwards
5. Sell Me Out11. Plunder
6. The Leaving Song

BLOODSIMPLE ist das neueste Baby der beiden Ex-VISION OF DISORDER-Mitglieder Mike Kennedy und Tim Williams. Und im Gegensatz zu richtigen Babies alles andere als zahnlos. Im Gegenteil, man kann kraftvoll zubeißen und tut das auch reichlichst. Schon Straight Hate bläst den Hörer regelrecht aus dem Sessel, der brüllende Song über den Irak-Krieg eröffnet den ersten, ziemlich mächtigen Teil des Albums, bei dem ordentlich Dampf gegeben wird.

Spätestens mit Sell Me Out zeigen BLOODSIMPLE aber auch ihre weichere, melodische Seite und dass sie ihr Songwriter-Handwerk durchaus verstehen. Bei The Leaving Song ist dann endgültig die Balladen-Zeit angebrochen, wobei sich dieses Stück mit seiner Tiefe und Substanz aber sehr angenehm vom üblichen Kuschelrock-Schmus abhebt. Und bevor man zu sehr in den Gefilden von CREED, STAIND oder 3 DOORS DOWN zu landen droht, legt man mit Running From Nothing ein paar Kohlen nach.
Eine ungewöhnliche, musikalisch allerdings fast ein wenig zu chillige Nummer für das ernste Thema ist Flatlined, das die Welt aus der Sicht eines Junkies schildert, der in seiner Sucht gefangen ist und nie genau weiß, ob er den nächsten Morgen wohl erleben wird.
Zum Abschluss gibt es mit Plunder noch einmal ein richtig charismatisches Stück modernen Metalschaffens.

Sicherlich gibt es unzählige Bands, die das Feld des zeitgemäßen Metal beackern und dabei auch ihre melodiösen Fähigkeiten nicht zu kurz kommen lassen wollen. Aber nur selten gelingt die Symbiose aus enthusiastischem Saft-und-Kraft-Metal, brutalem Gebolze und ruhigen, emotionalen Momenten so frisch und überzeugend wie bei BLOODSIMPLE.
Respekt für ein starkes Debüt und bitte mehr von dieser Qualität. Und schon sieht die Welt gar nicht mehr so grausam aus.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 26.08.2005