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Mirror
Blind Ego
Mirror, Red Farm Records, 2007
Kalle Wallner Guitar
John Mitchell Vocals
Paul Wrightson Vocals
John Jowitt Bass
Tommy Eberhardt Drums
Clive Nolan Backing Vocals
Yogi Lang Additional Keyboards
Mischa Schleypen Additional Vocals
Produziert von: Yogi Lang Länge: 61 Min 07 Sek Medium: CD
1. Obsession7. Mirror
2. Moon And Sun8. Don't Ask Me Why
3. Break You9. Moorland
4. Black Despair10. Forbidden To Remain
5. Open Sore11. Artist Manqué
6. Hollowed

BLIND EGO ist das Soloprojekt des RPWL-Gitarristen Kalle Wallner. Das erinnert dann auch deutlich an die Stammband, allerdings wirkt BLIND EGO wie der frechere, kleine Bruder von RPWL. Letzterer ist immer brav, gut angezogen und hat seine Hausaufgaben (alle PINK FLOYD-Sachen nachspielen zu können) immer gemacht, während BLIND EGO immer zu Streichen aufgelegt ist und auch mal mit einer kaputten Hose nach Hause kommt. Will sagen: das hier ist deutlich erdiger, rockiger und straffer als die Melodic Progger aus Freising.

Für "Mirror" konnte Wallner jede Menge prominenter Mitstreiter gewinnen: neben Bassist John Jowit (IQ, JADIS) sind mit John Mitchell, Paul Wrightson und Clive Nolan eine stattliche Anzahl von ARENA-Protagonisten für den Gsang zuständig. Dabei singt Mitchell die rockigeren und Wrightson die etwas getrageneren Stücke. Heraus kommt dabei eine sehr bunte und unterhaltsame Mischung aus Neo Prog und Art Pop, frisch und unverbraucht und mit der tollen Gitarrenarbeit von Wallner gekrönt. Man schafft den Spagat zwischen eingängigem, rockorientiertem Alternative Prog (Obsession, Moorland) und dem eher traditionell angelegten symphonischen Prog nach floydschem Muster (Black Despair, Forbidden To Remain, Don't Ask Me Why).

Als kleines Extra gibt es zum Abschluss mit Artist Manqué noch einen Song der RPWL-Vorgänger-Band VIOLET DISTRICT, der sich ebenfalls bestens ins Gesamtgefüge einpasst. Alles in allem ein wirklich gelungenes Album, das sich, da mit mehr Biss und Variantenreichtum, sogar den Werken von RPWL leicht überlegen zeigt. Aber vielleicht kann dies ja auch ein Fingerzeig für die künftige Entwicklung von Wallners Stammband sein? "Mirror" ist jedenfalls von derartiger Qualität, dass die Beteiligten, und allen voran Wallner, mit gutem Gewissen und voller Stolz in den Spiegel schauen können.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 16.01.2007