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Beautiful Creatures
Beautiful Creatures
Beautiful Creatures, Warner Brothers Music, 2001
Joe Leste Lead & Backing Vocals
DJ Ashba Lead, Rhythm & Acoustic Guitars, Backing Vocals
Anthony Focx Rhythm Guitars, Backing Vocals
Kenny Kweens Bass, Backing Vocals
Glen Sobel Drums, Backing Vocals
Produziert von: Sean Beaban Länge: 44 Min 37 Sek Medium: CD
1. 1 A.M.7. Blacklist
2. Wasted8. Kickin' For Days
3. Step Back9. Time And Time Again
4. Ride10. Goin Off
5. Wish11. New Orleans
6. Kick Out12. I Got It All

"Welcome to the ...?"
Wer hier Jungle einsetzt, liegt schon mittendrin in der Zielgruppe des Debutalbums der BEAUTIFUL CREATURES.
Nachdem aber Axl wahrscheinlich erst 2035 das nächste G'N R-Album endgültig auf die Menschheit loslässt, und ob das dann noch nach den Gunners klingt, verwundert es nicht wenn sich Ersatz breit macht.

"The new kings, or just an illusion?" schreibt das englische Classic Rock Magazin.
Meine Antwort ist: Nicht gerade die "neuen Könige", jedoch zu präsent für 'ne Illusion! Die Attitüde der Guns'N Roses Jungs haben sie offenbar.

Sänger JOE LESTE hat ja mit Bang Tango schon ausreichend Sleaze- und Glam-Erfahrung gesammelt. Also klingt "Beautiful Creatures", trotz eingestreuter "moderner" Sounds, doch sehr nach den End-80ern - eben wie Guns 'n Roses, oder auch Faster Pussycat.

1 A.M. fetzt gleich richtig los und bringt einem o.g. Bands recht bald in den Sinn. Klar, hier wird nix neu erfunden, aber es reißt einen doch unwillkürlich mit!
Mit Wasted wird gleich, durch seine Hookline, ein potentieller Hit nachgeschoben. Die Four Horseman und Faith No More klingen hier (vor allem durch Rap-Vocals) mit durch.

Enter Sandman, oder was? Nein, aber Step Back ist, beim Intro, schon sehr davon inspiriert.
Nicht mehr ganz so melodiös wie die ersten beiden. Die Power bleibt!

"Scratchy Guitars" bei Ride. Wieder geht es nach vorne! Nix für 'nen gemütlichen Nachmittag, hier muss die Anlage schon aufgedreht werden. Sonst macht's keinen Spaß.
Aha, doch die erwartete Ballade: Wish fängt mit gezupfter Gitarre schön ruhig an....
Doch nicht zu lange! Also eher im Stile von Sweet Child O'Mine.
Der verfremdete Gitarren-Sound ist Schuld, dass man das Riff von Kick Out erst nach etwas Nachdenken AC/DC zuordnet. Nicht übermäßig originell, aber schönes Rock'n'Roll-Solo (könnte auch von dem Herrn A. aus A... sein, aber das hatten wir ja schon).

Blacklist sollte wohl mal 'ne Ballade werden. Die Jungs halten jedoch nur ungern still und so fehlt eigentlich nur ein gängiger Chorus und ein neues Paradise City hätte es werden können. Mmh, naja.
Jetzt wird's wieder etwas "rappiger". Aber auch wieder rockig! Mr. Brownstone hat bei Kickin For Days wohl mitgeschrieben.
Ja, ja, die Vergleiche reißen nicht ab: Time And Time Again - ein "Lies" Outtake?
Versteht mich nicht falsch, da ist schon Eigenständigkeit mit im Spiel. G'N R mussten sich ja auch immer mit Aerosmith vergleichen lassen. Hier sind die Einflüsse halt etwas höher.

Bei Goin Off fehlen mir mal ein paar frische Ideen. Sticht jetzt nicht so toll hervor (na gut, das Solo etwas).
New Orleans hat diesen Gitarren-Riff Anfang bei dem man gleich mitwippt. Die Dogs D'Amour fallen mir da ein (mit Slash an der Lead-Guitar).

Also live würde ich die mir schon gern mal ansehen.
Ja, es geht schon zum Ende zu. Bei I Got It All ist nochmal, inkl. Gesang, AC/DC stark vertreten. Auch hier wippt man mit (Fuss, Kopf, ...).
Und das war's. Irgendwie doch schnell vorbei die Scheibe. Die CD hat halt LP-Länge.
Resüme: Das Rad haben sie nicht neu erfunden. Eher die Räder woanders geklaut und auf ihre Kiste geschraubt. Dafür geht sie aber ganz gut ab! Werde ich vielleicht nicht jeden Tag hören, aber so im Schrank verstauben wie manche "Faster Pussycat"-CD wird sie auch nicht!

Epi Schmidt (Artikelliste), 01.02.2002