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Gagmusic Records
Devices In Popmusic
Artesguitars
Devices In Popmusic, Gagmusik / Rockwerk Records, 2001
Artesguitars (Fritz Knebel) All Guitars & Vocals
Fred Frizz All Bass, Harmonica, Keyboards & Vocals
Abe Laboriel Jr. All Drums
Eric Bosemann Percussion
Produziert von: Artesguitars Länge: 57 Min 13 Sek Medium: CD
1. Sometimes (6:21)9. Beyond Cool (4:30)
2. Throwing Hippos (3:53)10. A Little Ain't Enough (3:09)
3. Next (4:38)11. No Pain, No Gain (3:21)
4. Diaspora (5:18)12. Flying Zebras (2:21)
5. Deconstructed (1:58)13. All My Way Home (2:29)
6. Four Lue Lydians (4:23)14. May Be I Don't Know (1:38)
7. Three Giants (3:14)15. Capricio, Op. 1 No. 24 (5:30)
8. Wamba Yooba (4:06)

Für Kenner müsste ein entsprechender Gitarrenvirtuose mit solch wohlklingendem Namen wie "artesguitars" eigentlich auf Steve Vai's handverlesenem Favored Nations Label erscheinen.
Leider heißt "artesguitars" mit bürgerlichem Namen Fritz Knebel und lehrt z.Zt. an der Kreismusikschule in Cloppenburg, nachdem er seinen Hochschulabschluss in klassischer Gitarre, E-Gitarre und Jazz-Ensembleleitung in Bremen gebaut hat.

Der Titel seines jüngst erschienen Soloprojektes "Devices in Popmusic" ist derweil ziemlich irreführend, denn mit Popmusik hat das Album nur im weittestgehenden Sinne per Definition zu tun, letztendlich ist nun mal jede Art von Musik irgendwo populär. Im engeren Sinne handelt es sich hierbei jedoch um "instrumentalen, groovigen Gitarrenrock", wie "Fritze Flink" den Stil selbst bezeichnet.

Um es auf den Punkt zu bringen, bis auf einige Ausflüge ins jazzige der unerträglichen Art (Imho), handelt es sich hier um einen deutschen G3 (Satriani, Vai, Johnson) Clone und das möchte ich hier absolut als Kompliment verstanden wissen.
Sicherlich sind bei den meisten Tracks die Einflüsse mehr als deutlich hörbar (u.a. auch Jason Becker oder Brian May), allerdings meistert "artesguitar" die Gratwanderung zwischen Abkupfern und Inspiration mit Bravour und vermag durchaus mit eigenem Stil zu glänzen.

Neben den 14 instrumentalen Tracks, eins davon eine Klassikadaption von Paganinis Capricio, Op. 1 No. 24, soll Track 8 Gesang beinhalten, was einen aber nicht beunruhigen braucht. Die sparsamen Ethno Artikulationen unterstützen hier nur die melodischen Klangmalereien.

Auszüge aus "artesguitars" kann man auch live erleben, eingebettet in das Programm des Bluestrios "Electra Blues" (benannt nach einem Rick Derringer Song), dem neben Fusionprojekten mit "Trilogy" oder "frijophee" Fritz Knebels ganze Leidenschaft gehört.

Das Album selbst kommt im edlen Digipack daher, allerdings ohne Booklet. Wie es sich für einen modernen Medienmenschen gehört, gibt's natürlich alle relevanten Informationen, wie Kompositionstechnik oder künstlerische Verwendung diverser Amps, u.v.m., online auf der artesguitars Homepage, auf der man die limitierte Cd auch ordern (DM 25,- plus Porto) und in jeden Track per mp3-snippet reinhören kann.

Für Fans instrumentaler Gitarrenfrickler eigentlich eine Frage der Ehre ;-).

Ralf Frank, (Artikelliste) 20.11.2001