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Hope You Die By Overdose
Arkangel
Hope You Die By Overdose, Private Hell Records/Iscream Records, 2005
Baldur Vocals
Kirby Guitar
Medhi Bass
David Drums
Produziert von: Koen De Boeve Länge: 37 Min 25 Sek Medium: CD
1. You Had To Go7. The Little People
2. Annihilating Your Peace8. Joe Loves Junk
3. Let Your Unloved Parts Get Known9. Warpath 777
4. How We See The World10. Who´s Time Has Come
5. Then11. Hope You Die By Overdose
6. Fallen Angels We Are

Am Anfang gaukelt eine akustische Gitarre ruhige Beschaulichkeit in einem balladesken Instrumental vor, aber urplötzlich ist es Schluss mit lustig. Die Scheibe mit dem nicht gerade freundlichen und massenkompatiblen Titel schreddert mit dem Charme eines Kettensägenmassakers los.
ARKANGEL bieten Metal und Hardcore der ultrabrutalen Art, das ganze getoppt von dem Extremscreamo Baldur. Wenn man bereit ist, sich diesen Schreihals nicht zu sehr auf die Nüsse gehen zu lassen (was zugegeben manchmal schwerfällt) kommt man tatsächlich in den Genuss von überraschend vielseitigem Metalcore.

Die ständigen Tempiwechsel, mal speedig, mal im tonnenschweren Zähgroove, immer wieder durchsetzt von hörspielartigen Sequenzen, zeugen von Spiel- und Experimentierfreude, hoher Eigenständigkeit und Originalität. Durchaus kompetent fräsen sich Kirby und Co. durch die Spielarten Thrash, Death Metal und Hardcore. Die harschen Texte steuern ebenfalls ihren Teil zum Gesamteindruck einer konsequent aggressiven Grundhaltung der Brüsseler Jungs bei.

Für mich herausragend ist das ziemlich psychotische, über achtminütige Titelstück, quasi ein Instrumental mit Stimmfetzen (vielleicht auch, weil da Baldur nicht so viel kreischen kann?) - ein wirklich überwältigendes Core-Epos.
Alles in allem war ich dann doch sehr positiv überrascht, nachdem die Optik eher der Freundlichkeit eines Pitbulls entsprach. Aber die Belgier beherrschen durchaus ihr Handwerk und sind für Freunde der CRO-MAGS, CATARACT, SICK OF IT ALL oder auch SLAYER durchaus mehr als ein Ohr wert.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 06.03.2005