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Drive Thru Records
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Sanctuary Records
We Can Breathe Under Alcohol
An Angle
We Can Breathe Under Alcohol, Drive Thru Records, 2005
Kris Anaya Guitar, Bass, Piano, Vocals, Drums
Bill McCanley Organ, Piano, Vocals
Matt McCord Percussion, Drums, Pipe
Robert Cheek Guitar, Pedal Steel Guitar, Bells
Jessica Brown Piano, Vocals
Nate Perkins Flugelhorn
Michael Sparks Guitar, Vocals, Xylophone, Piano
Ben Edrington Guitar, Mandolin, Banjo
Gram Gerry Violin, E-bow
Toby Muench Cello
Melody Mundy Viola
Ryan Rake Bass
Mike Woodhall Drums
Produziert von : Robert Cheek Länge: 56 Min 29 Sek Medium: CD
1. Green Water6. Born In A Bottle
2. A Way With Words7. Competitive Love, Competitive Drugs
3. True Love8. Whales Talk Whales Walk
4. Angry Drunk9. Change The World
5. White Horse10. St. Augustine

Mal eine etwas ruhigere Scheibe von den Emocore-Spezialisten von Drive Thru Records. AN ANGLE bedeutet in erster Linie Kris Anaya, der hier in bester Singer-/Songwriter-Tradition seine Sicht der Dinge auf Privates, Politisches, Alkohol, seine Heimatstadt Sacramento oder die Indie Musikszene (an der er kaum ein gutes Haar lässt) zum Besten gibt.

Verpackt ist das Ganze mal etwas poppiger (Green Water), dann auch mal als ein getragener, nachdenklicher Walzer (True Love) oder sparsam instrumentierter Neo Folk (Angry Drunk). Die Vorbilder Anayas, nämlich James Taylor, Bob Dylan oder Van Morrisson werden deutlich, es sind aber auch klare Bezugspunkte zu BRIGHT EYES bzw. Conor Oberst zu erkennen.

Sinnvoll wäre allerdings, bei einer derart textlastigen Musik, die Lyrics abzudrucken (was zumindest bei meiner Ausgabe nicht der Fall war). Neben dem immer wiederkehrenden Thema Griff zur Flasche, mit dem sich Anaya aus eigener Erfahrung reichlich auseinandersetzt (Angry Drunk, Born In A Bottle) rechnet er auch, wie aufgeführt, mit der Independent Musikszene ab (Change The World), es gibt aber auch ein sanftes, zärtliches Liebeslied (Whales Talk Whales Walk).

Eine ungewöhnliche und vielseitige Persönlichkeit, dieser erst 22jährige Anaya, mit einer deutlich anderen Herangehensweise an die wichtigen Dinge des Lebens als die meisten seiner Altersgenossen. Wer die politinfizierten Folkacts der sechziger Jahre mochte, sollte AN ANGLE unbedingt mal antesten. Allerdings kann ich nicht ganz nachvollziehen, weshalb man so viele Mitwirkende benötigt, um ein Album einzuspielen, das wie ein Solowerk klingt (und es faktisch ja auch ist).

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 01.07.2005