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Last Of A Fying Breed
Six Pack
Red White Black And Blue
Six Pack Promo
American Dog
Songs About Drinkin' And Fuckin'

Schnauze voll von lahmen NuMetal Pop, schmalzigem AOR, kommerzieller Abzocke und Weicheigejammer, Bock auf klassische Headbanger Party mit ohrenbetäubenden Riffs, Komabier und schnellem Sex auf der Waschmaschine im Kellergang?
Dann schnell die Nietengürtel abstauben, den Schimmel von der Lederjacke kratzen und ein altes Metalshirt rausgesucht, was noch einigermaßen über den Bierbauch passt, Hoffnung ist nahe.
Michael Hannon, ehemaliger Shouter der Geffen Bluesrock-Hoffnung SALTY DOG oder DANGEROUS TOYS und seine Saufkumpel Steve Theado und Keith Pickens aus Columbus, Ohio, haben sich vorgenommen, einigen Möchtegerns und Metalbürschchen zu zeigen wo der Hammer hängt und mit exzessivem Rauf'n'Sauf Metal der alten Schule, Machogehabe, konservativer Fragwürdigkeit und provozierenden Texten, die Hillybillies aller Länder aus den Wäldern zu locken.

AMERICAN DOG verstehen sich als "Working Mans Metal" der alten Schule, tagsüber malochen und nach Feierabend die Sau raus lassen, Sex, Saufen und Rock'n'Roll. So sehen sie sich und so lieben sie ihre Fans, die sie ihrer Meinung nach z.B. aus frustrierten SKYNYRD-, AEROSMITH-, ZZ TOP- oder BLUE ÖYSTER CULT-Lagern rekrutieren, aber auch mehr und mehr aus der Stoner Rock Bewegung, der sie sich selbst allerdings nicht zurechnen lassen wollen.

"Wir haben die Biker für uns gewonnen", sagt Hannon, "die langhaarigen Rednecks und vor allem die älteren Typen, die mit AC/DC, Ted Nugent, BLACK SABBATH und so'm Zeug aufgewachsen und dabei geblieben sind".
Entsprechend klingen sie auch wie eine rotzige Mischung aus George Thorogood, THE GODZ, MOTÖRHEAD, Nugent, TWISTED SISTER, AC/DC, FOGHAT und dem Bodensatz des klassischen NWOBHM, gepaart mit einem gehörigen Schuss Blues'n'Boogie Feeling.

AMERICAN DOGs 2000er Debut-Titel ist gleichermaßen ihr Motto: "Last of a dying breed".
"Das ist quasi unser Schlachtruf, oder?" grinst Michael Hannon, "Das ist unser Thema. Ich höre Radio und es ist niemand mehr übrig. Ich meine, es gibt keine neuen Truppen mehr, die die Flagge hochhalten. Die einzigen sind die alten wie AC/DC oder Motörhead".
Barely Half Alive, der kraftvolle Opener ihres Debuts, gibt einen prima Einblick in die Lebenssituation vieler Bands und Fans und liest sich wie eine Biographie von AMERICAN DOG.
"Als wir diesen Song geschrieben haben, waren wir alle Bauarbeiter, standen um fünf in der Früh auf, malochten den ganzen Tag, draußen bei jedem Wetter. Danach wurde geprobt, gegen 10:00 Uhr abends warst du dann frühstens zu Hause. Du hattest kein Privatleben. An solchen Tagen, wenn du wieder um 5:00 Uhr raus musstest, nachdem du am Vorabend einen Gig hattest und du erst um 3:00 in die Kiste gefallen warst, da bist du tot. Ich hatte keine Kraft mehr. Und du brauchtest den Alkohol um dich wieder hoch zu bringen. Wenn du schon abstürzt, dann richtig. Es brachte uns um, wirklich, vor allem meine Stimme, die Arbeit draußen. Ich war erschossen. Wir probten ca. 3 Tage die Woche und hatten zwei Gigs jede Woche, d.h. du warst höchstens 2 Tage in der Woche zu Hause und rechtzeitig im Bett. Das ging so über ein Jahr. Ich hatte tiefe schwarze Ringe um die Augen. Ich sah aus wie ein Zombie".

Auf dem Thorogood Klon Drank Too Much ist übrigens Bikerock Legende Eric Moore von den GODZ als Gast zu hören, ein alter Kumpel von Hannon und zusammen mit Pete Way (UFO) als "the three drunken bass players from Columbus, Ohio" in die Analen der Rockgeschichte eingegangen.
Auch Dog's Life ist autobiografisch angehaucht. "Ich kam eines Abends nach Hause, total im Arsch, Asbest und Trockenstaub überall, als ich mich hinsetzte kam ich mir vor wie der Typ aus Peanuts, der mit der Staubwolke um sich rum. Der Hund saß bloß da, braucht nix zu tun außer fressen und scheißen und wenn er scheißt, sagen alle, braver Hund, guter Junge! Da wurde mir klar, dass mein Hund doch wohl das bessere Leben von uns beiden hatte".

Auf dem Album finden sich übrigens auch explosive Coverversionen von TWISTED SISTERs Under The Blade, ANGEL CITYs Straight Jacket und Alice Coopers Dwight Fry, letztere beiden als fließendes Medley, eine Homage an alte Zeiten, als die Band noch als Coverband im Vorprogramm von eben ihren Vorbildern bereits auf sich aufmerksam machen konnte.
Ansonsten drehen sich die Songs überwiegend um normale Männergeschichten, Machokram wie eben Saufen und Ficken, was lag also näher, als ihre nächste Veröffentlichung, eine 6-Track Live EP, "Six-Pack: Songs About Drinkin' & Fuckin'" zu titulieren.
Neben Drinkin' about you und Drank too much von ihrem Debut, reihen sich die 4 weiteren Songs wie Just An Alcoholic, Too Damn Sober, I'll Drink To That oder die absolute Genrehymne Let's All Get Drunk & Fuck Tonight natlos ein.
Letztere beiden sind alte Liveklassiker aus der Vor-AMERICAN DOG Ära, als die Band als HILLJACK unterwegs war (mit anderem Gitarristen). Der Griff zum Kühlschrank ist quasi Pflicht und wie Michael Hannon am Ende von Just An Alcoholic zu vekünden pflegt: "Remember, rehab is for queers", was soviel heißt wie "Entzug ist was für Schwule". Political correctness ist nun mal ein Fremdwort für AMERICAN DOG und außerdem haben sie meistens zu wenig Blut in ihrem Alkoholspiegel, um sich um solche Feinheiten Gedanken zu machen.

Mit ihrem nunmehr hauptsächlich eigenständigem Programm waren AMERICAN DOG auch fleißig auf Tour, u.a. als Support für David Allen Coe, die SOUTHERN ROCK ALLSTARS, MOLLY HATCHET, Mike Tramp, NAZARETH, THE GODZ, Slash's SNAKE PIT oder Tito & Tarantula und konnten dem ein oder anderen Headliner sogar des öfteren die Schau stehlen, was sich auch in einer beständig wachsenden Fangemeinde niederschlug.

Die nächste Viererreihe ist immer die härteste und so arbeiten AMERICAN DOG bereits an ihrem neuen Longplayer "Red, White, Black & Blue", von dem es schon mal ein 3-Track Vorabpromo zu hören gibt, was man sich auch auf ihrer Homepage downloaden kann [Konnte! 2006 gibt es diese Möglichkeit natürlich nicht mehr. Red.].
Shit Kicker geht gleich mächtig los, Vollblumetal der alten Schule, gefolgt von einem harten Boogie, I keep Drinkin' (But you're still ugly), einer typischen Thorogood meets AC/DC Nummer mit einem locker eingeworfenen Nugent Solo. Hear Me Howlin glänzt mit einem 1A geklauten MOTÖRHEAD-Riff, das sogar Lemmy Tränen in die Augen treiben dürfte.
Weitere geplante Titel sind Blame It On The Booze, Your Motor's Down But Your Mouth Keeps Running, Can't Throw Stones oder A New Evil.

Leider verzögert sich die Fertigstellung der CD wegen eines tragischen Hit & Run Zwischenfalls, den Gitarrist Steve Theado nur wenige Stunden nach einem Gig am 12. Januar erlitten hat, während er am Straßenrand einen platten Reifen wechseln wollte. Erste Untersuchungen ergaben zwei gebrochene Knöchel, ein gebrochenes Bein sowie Rippenbrüche. Der Unfallfahrer fuhr einfach weiter und überließ Steve seinem Schicksal. Glücklicherweise hatte dieser kurz vorher mit einem Freund telefoniert und um Hilfe bei seiner Autopanne gebeten, ansonsten wäre wohl jede Hilfe zu spät gekommen.
Steve ist mittlerweile auf dem Weg der Besserung und wird die Aufnahmesessions voraussichtlich im Rollstuhl zu Ende bringen müssen. Auch die kommenden Tourdates stehen damit wohl auf der Kippe, ob die Band im August wie geplant am Sturgis Biker Festival teilnehmen kann, wird sich zeigen.

Zur Zeit sind die CDs von AMERICAN DOG in Europa entweder online über die Homepage zu bestellen oder angeblich über das französische Label Axe Killer Records, die zumindest die EP lizensiert haben sollen. Der Titel wurde allerdings auf "Six Pack: Live" zensiert und auch die Goodies wie ein A.D.-Flaschenöffner und Sticker dürften fehlen.

Soldier Das Outlaw Entertainment Management bastelt aber an einem Deal mit dem belgischen Label Rokarola, einer Bellaphon Tochter, so dass auch die restlichen Veröffentlichungen demnächst in Europa erhältlich sein sollten. Desweiteren ist für den Herbst eine Europatour zusammen mit NASHVILLE PUSSY geplant, die sicherlich interessant werden dürfte. Wir werden gegebenenfalls darüber berichten.

Last Of A Dying Breed, Outlaw Entertainment, 2000
Michael Hannon Vocals, Electric Bass
Steve Theado Guitar, Vocals
Keith Pickens Drums, Backing Vocals
Produziert von: American Dog Länge: 43 Min 51 Sek Medium: CD
1. Barely Half Alive 6. TV Disease
2. Drinkin' About You 7. Be A Man
3. Drank Too Much 8. Under The Blade
4. Dog's Life 9. Straight Jacket/Dwight Fry
5. Last Of A Dying Breed 10. She Had It Comin' (Live)
Six-Pack: Songs About Drinkin' & Fuckin' (Live), Outlaw Entertainment, 2001
Michael Hannon Vocals, Electric Bass
Steve Theado Guitar, Vocals
Keith Pickens Drums, Barking Vocals
Produziert von: American Dog Länge: 38 Min 11 Sek Medium: CD
1. D-N-F (Let's All Get Drunk & Fuck Tonight) 4. Just An Alcoholic
2. Drinkin' About You 5. I Drank Too Much
3. Too Damn Sober 6. I'll Drink To That

Ralf Frank, (Artikelliste), 25.02.2002

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